Als sie noch Lobo hieß…

…hatte ich schon mit ihr eine Diskussion zum Thema

Female Choice

Offenbar ist es für sie – zum damaligen Zeitpunkt jedenfalls – noch keine „female choice“, wenn Frauen freiwillig heiraten. Weil:

1. Frauenwahl ist biologisch eng definiert. Nur weil Frauen hierzulande überwiegend freiwillig heiraten, wird die Gesellschaft nicht zu einem female choice System. Bitte hierzu nochmal nachzulesen.

Ich habe leider nicht herausgefunden, warum und wieso die freiwillige Entscheidung einer Frau, einen Mann zu heiraten, mit dem sie freiwillig Sex hat, mit dem sie freiwillig Kinder kriegt oder auf Kinder verzichtet und sonst auf völlig freiwilliger Basis interagiert, kein Female-Choice-System sein soll. Außer, sie meint, dass der Mann die Entscheidung nicht mittreffen soll.

2. Die Scheidungsraten nehmen seit Jahrzehnten zu, weshalb Scheidung/Alleinerziehung kein individuelles Thema ist, sondern ein gesellschaftliches. Ich gebe Ihnen Recht, als dass Alleinerziehung nicht zwingend ein „Frauenproblem“ sein muss, die Kinder könnten nach der Scheidung ebenso beim Vater leben.

Zu den Scheidungsraten, naja. Wenn die Scheidungen überwiegend von Männern ausgehen, wäre das tatsächlich ein Argument, dass das System patriarchisch ist – Männer bleiben so lange verheiratet, wie sie mit ihrer Frau zufrieden sind, und suchen sich dann eine neue.

Doch von Frauen zu erwarten, dass sie Kinder vollkommen allein finanziell versorgen UND den ggf. arbeitsunfähigen Kindsvater auch noch mit, ist ein Schlag ins Gesicht jeder Mutter. Das verlagert das Problem ausbleibender Unterhaltszahlung von säumigen Kindsvater zur Mutter, die – da sie nun mit der Versorgung der Kinder im Allatg alleine ist – ohnehin schon genug zu tun hat.

Von der Logik her – wenn die Kinder abgestillt sind, ist eine berufstätige Ehefrau, die den ggfs. arbeitsunfähigen Ehemann samt Kinder versorgt, nicht schlechter dran als die umgekehrte Situation. Wenn das jetzt explizit auf geschiedenen Eltern abstellt: ich hatte das im Kommentar darüber nicht gemeint. Ist aber, auf der gesellschaftlichen Ebene, ein Argument für das Wechselmodell.

Ein Gedanke zu “Als sie noch Lobo hieß…

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