Renitent Übel Zwo

Mangels Kino widme ich mich hauptsächlich meinem geheimen Laster: LetsPlays bei Youtube gucken.

Derzeit Resident Evil, genauer: das Remake von RE 2.

Bei Teil 1 wunderte ich mich über die Architektur in diesem Herrenhaus: Warum liegen die Flure an den Außenwänden, aber ganz viele Zimmer nicht? Selbst bei Tag haben die weder Tageslicht noch natürliche Lüftung. Welcher Architekt würde so etwas planen?

Nun, dieser Bug wurde implizit erklärt: ein Architekt, dessen Frau und Kinder als Geisel gehalten wurden, um später für Experimente mit biologischen Kampfmitteln missbraucht zu werden. Ok, das erklärt einiges.

Und warum ist die Polizeistation auch so gebaut? Antwort: Das ist ein ehemaliges Museum. Und warum wurde das Museum so gebaut? Antwort: Dummes Erbsenzählen nimmt einem jeden Spielspaß.

Jedenfalls präsentiert uns Renitent Übel 2 zwei gleichberechtigte Helden(m/w). Und eine Antiheldin/Schurkin/Antischurkin (Ada), die tatsächlich Risiken eingeht, um einen Typen (Leon) zu retten. Also, so geht Antisexismus. Außerdem gibt es einen Typen, über dem an einer Stelle zu lesen ist: „Er kümmert sich ums Waisenhaus und misshandelte Frauen.“ Soll das heißen, dass er sich um misshandelte Frauen kümmert, oder dass er Frauen misshandelte? Die Antwort, soweit sie das Spiel uns gibt, lautet: Ja. (Die erste Regel, die man bei Perry-Rhodan-Autoren lernt: Entscheidungsfragen immer bejahen. Außer, man will konkreter werden, dann verneint man die.)

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