
Der Anführer im Jetan zieht über eine beliebige Kombination von insgesamt drei orthogonalen oder diagonalen Feldern, wobei er kein Feld, einschließlich seines Ausgangsfeldes, mehr als einmal betreten darf. Außer zu den Eckfeldern seiner Reichweite gibt es immer mehrere mögliche Schrittfolgen, er kann daher nur schwer blockiert werden und meistens die blockierende Figur schlagen. Das Symbol ist ein Schach-König. Von der reinen Spielstärke her wäre er im FIDE-Schach mit einem 8×8-Feld, von dem er bis zu ¾ erreichen, bedrohen oder decken kann, so übermächtig, dass die Partei im Anzug – Angeberfachbegriff für den ersten Zug – mit dem Anführer statt der Dame quasi von alleine gewinnt. Weiß setzt einen Bauern, um den Anführer freizustellen, Schwarz zieht den Bauern vorm Läufer auf der Anführerseite vor, um den eigenen Anführer freizubekommen, ohne zugleich den König zu entblößen, Weiß stellt den eigenen Anführer in die vierte Reihe auf die Königsseite, wo ihn der Bauer nicht bedroht, Schwarz kann seine Stellung dort nicht entwickeln (dito: Angeberfachbegriff), Weiß bringt aber Läufer, Bauern und Springer nach vorne… nagut, nicht „automatisch“, aber der Vorteil ist beachtlich.
Den Anführer im Jetan zu schlagen, führt aber nur dann zum Sieg, wenn er vom gegnerischen König geschlagen wird, was nur vorkommt, wenn der Gegner einen Fehler macht oder in richtig schwer zu erreichenden Gabelstellungen, wo man den Gegner zwingt, entweder die Prinzessin schlagen zu lassen oder aber mit dem eigenen Anführer auf ein Feld zu ziehen, dass der eigene Anführer bedroht. Infolgedessen kommt es sehr häufig zu Unentschieden.
Weiterspielen
Es gibt den Vorschlag, dass man in solchen Fällen einfach weiter spielt, weil es sehr schwierig ist, ein solches Unentschieden zu verhindern, wenn es der Gegner darauf anlegt.
Racherecht
Alternativ wäre mein Vorschlag, dass dem Spieler, der den Anführer gerade verloren hat, Remis angeboten wird, nimmt der das nicht an, wird weitergespielt, und wenn er den gegnerischen Anführer dann schlägt (zwangsläufig mit einer normalen Figur), hat er gewonnen, weil er das aus einer schwächeren Position heraus geschafft hat, was die barsoomische Erklärung wäre, und dass sich der betreffende Anführer sich nicht beschweren darf, wenn sich seine „Feigheit“ rächt. Das gestattet nebenbei die Möglichkeit, dass man den gegnerischen Anführer direkt im Gegenzug schlagen kann, sofern man eine eigene Figur dafür in Stellung gebracht hat und somit eine „Fesselung“ aufgebaut hat.