Thoat

Der Thoat im Jetan wird hier mit einem Springer repräsentiert, denn er macht einen orthogonalen und einen diagonalen Schritt, bewegt sich also hippogonal, kann aber auch die orthogonal angrenzenden Felder erreichen, wie ein Wesir (nur dass der direkt dahin zieht). Er wechselt wie der Standardspringer also mit jedem Zug die Feldfarbe.

Es gibt gewisse Unklarheiten, ob er dabei springt, d.h. ob das erste Feld im Zug frei sein muss, aber kompromissweise schlage ich vor, dass der Spieler sich aussuchen darf, ob er erst den orthogonalen oder erst den diagonalen Schritt macht. Wenn sämtliche geeigneten Zwischenschrittfelder mit eigenen oder fremden Steinen belegt sind, das sind je zwei für jeden Springerpunkt und bei den Wesirpunkten vier (wenn der Thoat nicht am Rand steht) ist der Zug blockiert. Kommt eher selten vor.

In der obigen Grafik stellt der rote Thoat den Kompromiss dar (Spieler entscheidet über Reihenfolge der Schritte), der rot-schwarze Thoat die strenge Interpretation (erst orthogonal, dann diagonal, analog zum Mao), und der schwarze die Umkehrung (erst diagonal, dann orthogonal, analog zum Moa):

X: Feld kann erreicht werden

offener Kreis: Feld kann überschritten werden und muss dazu frei sein

gefüllter Kreis: Feld kann erreicht oder überschritten werden, im letzteren Fall muss es dazu frei sein

Wenn man doch von Sprüngen ausgeht, ist die Reihenfolge der unblockierbaren Schritte natürlich egal.

Thoats sind barsoomische Reittiere mit vier Beinen. Je Seite. Außerdem haben sie keine Hufe an den Füßen und einen platten Schwanz, der an der Basis am schmalsten ist. Eigentlich könnte man sie auch mit Kamelen vergleichen, da sie ihre Feuchtigkeit praktisch komplett aus der Nahrung – barsoomisches gelbes „Moos“ – beziehen.

Edit: dummer Fehler, der mir erst kurz nach Veröffentlichung auffiel, korrigiert, aber dafür wird das Bild jetzt bunter

Hinterlasse einen Kommentar