Probleme mit Männlichkeit haben immer die bei der Standard

Klassiker

Probleme mit Männlichkeit, die haben immer die anderen

Bei Gewalt durch Männer tritt schnell die Frage in den Vordergrund: Ja, woher ist der denn? So lässt sich das Problem fein möglichst weit wegschieben

Das mit dem Wegschieben mag ja sein, aber bei Gewalt durch Frauen tritt die Frage in den Vordergrund: „Womit hat die Gesellschaft das denn provoziert?“ Guggste.

Es ist ein gutes, wenn auch erschütterndes Beispiel, wie rassistisch der Blick auf Gewalt von Männern ist. Geht es um Männergewalt, gilt meist das erste Interesse der Frage, welcher Mann das ist.

Und nach seiner Religion. Und Parteizugehörigkeit. Ob er eine schwere Kindheit hatte, ist meistens egal, weil Männer im Patriarchat grundsätzliche keine schwere Kindheit haben können.

Die Frage „Woher?“ übernimmt vorschnell die Antwort nach dem „Warum?“

tl,dr: die Antwort nach dem „Warum?“ übernimmt bei Frau Hausbichler die Frage nach dem Geschlecht. Was genauso falsch ist. Ebenso falsch ist die Frage nach dem „Wann“ (ach, Silvester, alles klar: Böller verbieten!), dem „Wo“ (ach, Berlin, alles klar: Berlin verbieten!), dem „wie viele“ (ach, 42, alles klar) oder auch nach der Blutgruppe. Fragen, die man statt „warum“ stellen kann, wären: „Wieso“, „weshalb“, „wozu“, „weswegen“, „wofür“ und „wogegen“. Natürlich würde sich Frau Hausbichler sehr dagegen verwehren, wenn jemand ernsthaft Ursachenforschung betreiben würde, weil sich dann jemand um junge Männer kümmert das so aussehen könnte, als hätte die Gesellschaft schuld und nicht die Männer. Also „die“ Gesellschaft und „die“ Männer.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s