Putina würde Socken stopfen

Gemäß des großartigen Menschenkenners und Teilzeit-Premierminister „Boris“ Johnson.

„Toxische Männlichkeit“: Wirbel um Putins „Macho“-Attitüden

Putins Attitüden als Macho sind nicht das Problem. Ehrlich, wenn der Mann jede Nacht die Amüsierviertel Moskaus auf der Suche nach Frauen durchsuchen würde, wäre das für alle besser. Einschließlich vermutlich der Frauen selbst.

Der britische Premierminister Boris Johnson bringt Russland in Wallung mit seiner Behauptung, eine Frau im Kreml hätte keinen Angriffskrieg befohlen.

Diese heißblütigen Russen. Immer voller Leidenschaft und Adrenalin. So animalisch. Ich glaube aber, die sind eher beleidigt, weil da Katharina der Großen ihr Geschlecht abgesprochen wird. Also dass sie posthum zum Transmann umdefiniert wird oder so.

Und dass Putin nachgesagt wird, er habe das „Kleine-Mann-Syndrom“, sorgt auch für Diskussionen.

Und faschistische Tendenzen? Die haben nichts gegen Vorwürfe, er habe faschistische Tendenzen? Okeehee…

Ausgerechnet aus Großbritannien, das für seine testosteronhaltige Regierung unter Boris Johnson bekannt ist, wird Putin wegen seiner bisweilen skurrilen Macho-Auftritte kritisiert.

Wieso „ausgerechnet“? Generell und im konkreten politischen Zustand kann ich mir nicht vorstellen, dass man Putin für irgendwas nicht kritisieren würde. Aber gut, britisches Militär und so.

„Sie hören nie vom Kleine-Frau-Syndrom“, ergänzte Wallace.

Weil kleine Frauen bei Gewalt am ehsten verlieren? Nur so ein theoretisches Erklärungsmodell.

Obendrein sei Putin ein „Irrer“.

Und hat Mundgeruch und Käsefüße, oder? Ach, bestimmt. Also, man muss Putin ja so gar nicht toll finden, aber das ist die Expertise, die uns hier angeboten wird?

„Es ist derzeit beschränkt auf ein paar hundert Meter Vormarsch alle paar Tage um den Preis massiver Verluste in einem kleinen Teil der östlichen Ukraine.“

Vllt. sind die russischen Soldaten auch einfach nicht genug mit Testosteron gedopt worden? Oder Drogen? Oder die Ukrainer sind motivierter, aber hey. Ich sitze in meinem gemütlichen Heim.

Zuvor hatte Premierminister Boris Johnson mit einem Ausspruch bei einem Interview im ZDF-„heute journal“ für Furore gesorgt: „Wenn Putin eine Frau wäre, hätte er so einen machohaften Krieg nicht vom Zaun gebrochen.“ Der Präsident sei ein „perfektes Beispiel für toxische Männlichkeit“, so Johnson.

Welches Geschlecht hatte eigentlich Premier Thatcher beim Falklandkrieg? Die Ukraine, wie gesagt, wurde von einer Zarin erobert.  Bzw. im Auftrag einer Zarin, aber es war ein Angriffskrieg. Und das ist keine anekdotische Evidenz, sondern statistisch überprüft. Offenbar ist die Korrellation Frauen-Frieden vernachlässigbar oder negativ.

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon gab ihm ausnahmsweise recht: „Ich denke, es ist wichtig, nicht zu verallgemeinern.

Na, dann lass das doch!

Frauen machen Fehler, genau wie Männer Fehler machen. Aber ich denke, Frauen haben tendenziell mehr gesunden Menschenverstand und emotionale Intelligenz und eine vernünftigere Herangehensweise.“

Warum sollte das so sein? Und wenn das so wäre – warum sollte gesunder Menschenverstand, emotionale Intelligenz und vernünftige Herangehensweise Kriege verhindern? Gesunder Menschenverstand, emotionale Intelligenz und vernünftige Herangehensweise legen doch nahe, dass Putin die deutlich demokratischere Ukraine angreifen sollte, damit Demokratie nicht irgendwann in Russland ausbricht.

Das ließ den Kreml nicht ruhen: Putin-Sprecher Dmitri Peskow sagte, der „alte Sigmund Freud“ habe zu seinen Lebzeiten sicherlich „von so einem Forschungsobjekt“ geträumt.

Ich bezweifle das. Aber wäre vllt. trotzdem ein Forschungsprojekt. Ach, das IST doch schonmal erforscht worden…

hieß es von Sergei Zekow (68), … immerhin sei Russland im 18. Jahrhundert von Zarinnen regiert worden und keine andere als Katharina die Große habe die Krim annektiert.

Erobert. Das Wort heißt „erobert“. Aber ja – auch positiver Sexismus ist Sexismus. (Nach nochmaligen Drüberlesen: sie hat nicht nur die Krim erobert, sondern auch weitere Teile der heutigen Ukraine. Also ungefähr das, was Putin wohl vorhat.)

Russische Frauen laufen in eine brennende Hütte und stoppen ein galoppierendes Pferd, wie wir in Russland sagen. Da brauchen sie sich gar keine Hoffnungen zu machen.

Ist das dann toxische Russischkeit? Nein, kein Mensch ist toxisch!

Putin hatte insbesondere mit seinen Foto-Auftritten in Sibirien für Macho-Schlagzeilen gesorgt.

In Sibirien! Klingt doch sehr nach Hofberichterstattung, Topf voll Gold und so. „Macho-Fotos von Putin in Sibirien! Entspannter Urlaub oder heimlicher Hilfeschrei?“

Dort zeigte er sich mehrfach mit freiem Oberkörper, ging auf die Jagd und zum Angeln, fuhr Kettenfahrzeuge, ging reiten und besuchte gemeinsam mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu Schamanen.

Wie so eine Influencerin. Bei Only-Fans gibt’s dann die Oben-Ohne-Aufnahmen. Ist Putin jetzt zu männlich oder zu weiblich?

Angeblich badet Putin auch gern in Hirschblut, um sich fit zu halten.

Solange es nicht das Blut von Jungfrauen ist… ist es doch nicht, oder?

Immer wieder kommt er auf seine angeblich harte Kindheit in den Hinterhöfen von St. Petersburg zu sprechen, wo er sich nach eigener Aussage mit Fäusten behaupten musste.

Weil sie ihn für schwul hielten? Postillion meint, weil sie ihn für schwul hielten. Egen Oben-Ohne und so. Und jetzt muss er extra schwulenfeindlich sein, damit ihm das nicht wieder passiert.

 Der liberale „Kommersant“ aus St. Petersburg schreibt: „Auf der Hypothese, dass Frauen oft friedlichere und humanere Politiker sind, wurde beispielsweise der Wahlkampf der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton im Jahr 2016 aufgebaut. …“

DAS war nicht der Grund, warum es nicht geklappt hat. (Also, einige Wähler wollten wohl wirklich keine humanere oder friedlichere Politik, aber das war ein Nebenproblem.)

Die erste Frau in Downing Street habe die Armee mobilisiert, „um für Schafweiden 12.000 km vor der Küste des nebligen Albion zu kämpfen“: „Auf ihren persönlichen Befehl wurden über 300 argentinische Seeleute getötet, und Mrs. Thatcher interessierte sich nicht für Friedensrufe

Von allen Möglichen Sachen, die England mal erobert hat, sind Inseln, die sich von den Shetlandinseln im wesentlichen durch ihre Entfernung von England unterscheiden, die am wenigsten lohnenden. Also „vernünftig“ geht anders. (Soll jetzt nicht heißen, dass die Ukraine ein absolut „vernünftiges“ Ziel wäre, aber relativ.)

Der rechtsnationale Sender „Tsargrad“ meinte: „Damit räumte Johnson ein, dass Wladimir Putin in der Ukraine alles richtig macht, die lokale Bevölkerung vor unnötigen Verlusten beschützt und ukrainische Städte besonnen einnimmt und von ukrainischen Nationalisten befreit.

Außerdem hat Putin eine schöne Stimme und duftet nach Rosen.

Unser Staatsoberhaupt verhält sich wie ein richtiger Mann.“

Und warum verblutet er dann nicht in einem Schützengraben oder einem Loch in der Ukraine? Frauen sterben im Kindbett, Männer auf dem Schlachtfeld.

In Russland wird der Angriffskrieg auf die Ukraine tatsächlich mit der Gefahr von „Schwulenparaden“ begründet.

Die Schwulen! Dä Schwuhlähn! Mit ihren gefährlichen Reißzähnen, übermenschlichen Superkräften und der Fähigkeit, auch im Dunkeln zu sehen, sind sie natürlich eine Gefahr für die Allgemeinheit.

Die LGBT-Bewegung gilt insbesondere der russisch-orthodoxen Kirche und nationalistischen Kreisen als feindlich gesinnt, ja sogar als „satanisch“.

Ja, aber Kreuze und Weihwasser halten die doch fern. Und Knoblauch. Viel Knoblauch. Ohne Mundgeruch ist Putin aber da natürlich im Nachteil, vllt. ist er deshalb besorgter, als er sein müsste.

Putin selbst plädiert für die „traditionelle“ Familie und forderte die Russen mehrfach auf, wieder mehr Kinder zu bekommen, mindestens drei. Derzeit schrumpft die Bevölkerung so stark wie lange nicht.

Und deshalb: Lebensraum im Ost Südwesten. Spontan würde ich ja meinen, so ein Krieg schadet der Bevölkerungszahl mehr als die Zwangsverschulung, aber ich bin halt kein solch stabiles Genie wie Putin. Aber vllt. einfach mal Wasserpistolen mit Weihwasser laden – Schwule gehen davon direkt in Flammen auf.

Ein Gedanke zu “Putina würde Socken stopfen

  1. „Welches Geschlecht hatte eigentlich Premier Thatcher beim Falklandkrieg?“
    Das ist därr große Onterschäd: Onser Föhrer hätte aus diesem Anlass mittels „Zurückschiessen“ ganz Argentinien, ach was, Südamerika, erobert.
    Selbstverständlich – so wie Putin, Ironman oder Old Shatterhand – alleine und mit nacktem Oberkörper.
    Bloß die schwachen Weiber wie Thatcher machten das GAAANZ anders …

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