Fairnisshalber…

…veröffentlicht der Spiegel auch Aussagen von einem Geschworenen.

Heard habe in dem Prozess auf ihn unglaubwürdig gewirkt.

Hmm – hat er vllt. heimlich Tiktok gekuckt, die Persiflagen live gesehen und das dann mit der richtigen Walrat Hörte verwechselt? („Aber, Mycroft, ‚Amber‘ heißt doch ‚Bernstein‘!“ – „Was auch immer, liebe Stimme im Hinterkopf. Was auch immer.“)

Es sei so gewesen, »als könnte sie ihre Gefühle einfach an- und ausschalten. Sie antwortete unter Tränen auf eine Frage, und zwei Sekunden später war sie eiskalt. Es wirkte nicht natürlich«.

Klassischer Effekt, wenn man zwischen RL und YT zu schnell hin und her wechselt. Eben vermöbelt sie noch mit ihren coolen Wasserbändigerkräften irgendwelche Typen in Italien, und plötzlich diese völlig unrealistische Geschichte mit der gebrochenen Nase. Ich meine, sie ist in dem Film aus einem fliegenden Flugzeug gesprungen! Nie im Leben hat sie sich die Nase auch nur verstaucht. (Kann man sich Nasen überhaupt verstauchen? Egal – sie jedenfalls nicht!)

Johnny Depp habe beim Antworten auf Fragen im Prozess »authentischer« gewirkt.

Ich habe inzwischen den Eindruck, er wäre auch im richtigen Leben etwas verpeilt und ständig mehr oder weniger neben der Spur, so dass er sich für seine Rollen nicht allzusehr verbiegen muss. Wohingegen sie ja immerhin freie Auswahl hat zwischen Tränen und Eiseskälte… Wasserbändigen!

Die Geschworenen hatten nach dem sechs Wochen dauernden Prozess entschieden, dass beide »missbräuchlich« miteinander umgegangen seien, Heard jedoch habe nicht belegen können, dass Depp ihr gegenüber tatsächlich physische Gewalt angewandt habe.

Tja. Lieber Spiegel, merkst Du was?

»Sie schrien sich gegenseitig an. Das gibt weder dem einen noch dem anderen recht. Das passiert eben, wenn man sich streitet. Aber alle Beweise, die sie anführte, reichten nicht, um das zu belegen, was sie behauptete«, sagte er.

Der Gewaltbegriff, der bloß körperliche Gewalt „Gewalt“ nennt. Demnächst wird den jemand als maskulistische Kackscheiße ablehnen, weil man auch Psychoterror und Beleidigungen als „Gewalt“ definieren müsse. Und DANN wird man diesen Begriff auch ablehen, weil in den beiden Kategorien Frauen keinen „natürlichen Nachteil“ haben und ebensohäufig und ebensohart dafür kritisiert werden wie Männer.

»Wenn dein Partner dich verprügelt, warum kaufst du ihm dann ein Messer?«

Genau – ein Baseballschläger passt doch viel besser zu seinem Kampfstil!

»Wenn du wolltest, dass Johnny Depp von den Drogen wegkommt, warum konsumierst du sie dann in seiner Gegenwart?«

Hmm, mein einer Opa hat das Rauchen aufgegeben, weil meine Mutter ihm immer die Zigaretten weggeraucht hat. Vllt. war das der Plan? „Nur noch eine Linie Koks!“ – „Nein, Johnny, es reicht!“ – „Soll ich denn das Zeug verkommen lassen?“ – „Nein! Moment… *schniff* …so!“ – „Upps, jetzt habe ich aber diese große, teure Flasche Wein schon entkorkt.“ – „Her damit!“ – „Willst die etwa mit dem Baseballschläger zertrümmern?“ – „Ich sagte: Her damit!“ Der Rum ist übrigens auch weg.

die Jury habe alle Aussagen von Zeuginnen und Zeugen verworfen, die Angestellte der beiden, mit ihnen verwandt oder befreundet waren. Auch die Aussagen von Expertinnen und Experten, die von einer der beiden Parteien bezahlt worden waren, hätten sie nicht in Betracht gezogen.

Dann haben sie sich die ganzen „bezahlten Angestellten“ umsonst angehört? Was für eine Folter! Kein Wunder, dass die ständig im Internet surften…

Auch Fotos, die Heards Verletzungen zeigen sollten, hätten sie nicht getraut.

Das ist tatsächlich, neben den Gesprächmitschnitten, das Hauptargument mMn. Eine kaputte Beziehung zu führen führt sicher häufiger zu widersprüchlichen Verhalten, aber die Gewalt und die körperlichen Verletzung, die bei Depp dokumentiert sind, müssten bei Heard auch dokumentierbar gewesen sein. Selbst, wenn sich die Nase nur gebrochen anfühlt.

Während des Prozesses war vor allem Amber Heard kritisch beäugt worden.

Von der Jury, der Öffentlichkeit oder von den Medien?

Trotz des Urteils und dem Ende des Prozesses geht die Deutung der Aussagen von Heard und Depp öffentlich weiter

Weil häusliche Gewalt gegen Männer ein Thema ist, was viel zu wenig diskutiert wurde. Also: fast gar nicht diskutiert wurde.

Heard äußerte sich zuletzt, … Depp sei »eine beliebte Persönlichkeit und die Leute glauben, sie würden ihn kennen«

Man kann einen Artikel darüber, wie und warum die Geschworenen im Prozess Depp vs. Heard ihre Entscheidung trafen, nicht einfach beenden, ohne auch Heards Äußerungen noch einmal – also insgesamt zum dritten Mal in der kurzen Zeit nach dem Prozess – wiederzugeben. Bzw., man könnte das wohl rein rechnerisch schon, in der Praxis sähe das aber hart nach Misogynie aus. Also wird das gelassen.

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