Yäy, oben ohne!

Aus der wunderbaren Welt von die Standard.

Brüste erregen: Öffentliches Ärgernis, Triebe, Begehrlichkeiten. Allerdings gilt das nur für weibliche Brüste.

Ja, ein Bug der Sprache. Man müsste mal… hier „Busen“ sagen. „Öffentliches Ärgernis“ wird nach deutschen Recht nur durch sexuelle Handlungen erregt. Es gibt den Straftatbestand Exhibitionismus, aber der ist ausdrücklich nur für Männer strafbar – Scheiß Frauenfeindlichkeit hier wieder. Und Triebe und Begehrlichkeiten sind jetzt genau die Dinge, die nicht der willkürlichen Kontrolle unterliegen. Aber hey – vllt. meinte Herr Pickert ja „sexuelle Belästigung“, aber er kann sich nicht so toll ausdrücken? Ne, das geht nur mit Körperkontakt.

Im beschaulichen deutschen Göttingen findet in den nächsten Monaten die Testphase für eine kleine Revolution statt.

Was bedeutet eigentlich „beschaulich“? Was macht Göttingen „beschaulich“? Was für eine „Revolution“ braucht eine „Testphase“? Nagut, deshalb ist sie vllt. nur „klein“.

Vergangenen August verwies man dort eine Person wegen „entblößter Brust“ eines Schwimmbads und erteilte ihr Hausverbot.

Dies ist eine Regelung, die dem Hausrecht unterliegt. Es findet also eine Revolution gegen die Schwimmbadordnung in genau diesen Schwimmbädern in Göttingen statt. Re-Vo-Lu-Tion!

Was folgte, waren zahlreiche Berichte in überregionalen Zeitungen, die Gründung des Aktionsbündnisses „Gleiche Brust für alle“

Plastische Chirurgie muss für alle erschwinglich bleiben. Nicht? Googelt mal Geschlechtsdimorphismus. Jaaaaa, ne, is‘ klar. Aus der Seite: „Das erste, was die meisten Kinder sehen, ist eine Brust. Wie kann es dann sein, dass diese in der Öffentlichkeit als nicht-jugendfrei, als per se sexualisiert wahrgenommen wird?“ Das allererste, was die meisten Kinder sehen, ist die Scheide ihrer Mutter. Offenbar wird auch diese als irgendwie mit Geschlechtlichkeit assoziiert. Hmmmm….

Schluss mit der übergriffigen Reglementierung und Sexualisierung von weiblich gelesenen Körpern. Schluss mit den doppelten Standards.

Die Reglementierung ist jetzt das Hausrecht, aber die Sexualisierung findet anderswo statt. Und, wenn man den Begriff „sexuelle Belästigung“ etwas weiter fasst, wie es z.B. im Arbeitsrecht gemacht wird, wäre auch Entblößen sexuelle Belästigung. Warum sonst sollten Dickpics sexuelle Belästigung sein?

Bevor bei einigen von Ihnen wieder der „Er hat weiblich gelesene Körper geschrieben, was ist das denn für ein Gendergagagutmensch, haha“-Reflex einsetzt, lassen Sie uns das kurz klären.

Die Beschwerde kam von einer Person, die nicht als Frau wahrgenommen werden wollte. Was aber anscheinend daran scheiterte, dass sie in ein Schwimmbad ging.

Ja, es gibt auch Männer mit Brüsten. Ja, es gibt auch nichtbinäre Menschen, die in unserem üblichen Verständnis von Zweigeschlechtlichkeit überhaupt nicht repräsentiert werden. Und ja, selbst wenn Sie Geschlecht anhand von äußeren Merkmalen richtig zuordnen, bliebe trotzdem die Frage offen, warum für einige Brüste andere Regeln gelten sollten als für andere.

Erstens: eine Brust hat jeder. Gemeint ist wohl „Männer mit Busen“. Zweitens: vermutlich müssten in dem Schwimmbad nichtbinäre Menschen mit Busen ein Oberteil oder einen Badeanzug tragen, und bei solchen ohne Busen reicht eine Badehose. Drittens: für Brüste mit Busen gelten andere Regeln als für Brüste ohne Busen, weil sich die Anatomie unterscheidet, und manche Menschen (Männer, Frauen und Diverse) sich von einem oder mehreren nackten Busen sexuell belästigt fühlen, selbst wenn das ehrlich nicht die Absicht der zugehörigen Person ist.

Deshalb weiblich gelesene Körper. Es geht um Frauen und um Menschen, die für Frauen gehalten werden.

Ja, das habe ich verstanden. Persönlich wäre es mir fast egal. Aber wenn jemand sagt: „Ich fühle mich von diesem Oberkörper mit Busen belästigt, und von diesem ohne nicht.“ ist das jetzt eine recht konsequente Aussage.

Dieser Personenkreis wird mit spezifischen Regeln belegt. Unter anderem mit der, dass er sich die Brüste in Schwimmbädern zu verhüllen hat. Oder im Hochsommer nicht oberkörperfrei durch den Park joggen darf.

Aber nur im Hochsommer, im Tiefwinter muss dieser Personenkreis oben ohne joggen? Meinetwegen könnte man auch Männern verbieten, oben ohne zu schwimmen oder zu joggen. Ich ärgere mich selbst am meisten über meinen Oberkörper…

Nicht nur weil es als unschicklich gilt, sondern weil es „öffentliches Ärgernis erregen“ könnte.

In Österreich gibt es den juristischen Begriff nicht, weshalb er einfach etwas nachplappert. Allerdings laut dem hier ist das österreichische Äquivalent dazu und „sexuelle Belästigung“ im selben Paragraphen geregelt. Der früher einfach „unzüchtige öffentliche Handlungen“ hieß. Zur Situation in Deutschland auch dies hier. Es ist nicht die Gesellschaft, sondern die Schwimmbäder, und je nach Schwimmbad mal so und mal anders. Aber hey, viva la Revolution!

Bemerkenswert ist nicht nur die Aktion an sich, sondern auch die Begründung, warum dies nicht schon eher möglich war. So teilte der Geschäftsführer der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH mit, dass es prinzipiell um den „Schutz der Intimsphäre der Badegäste“ gehe.

Ja, manche Männer wollen einfach in Ruhe ihre Bahnen ziehen. „Gäste“ ist übrigens geschlechtsneutral, Nonbinäre sind mitgemeint.

„Das Schwimmbad soll sozusagen nicht zum Schauplatz von triebhaften Personen werden, sondern dem unbeschwerten Freizeitspaß aller im Wasser dienen.“

Auch „Personen“ ist geschlechtsneutral. Also, das Wort zumindest. Aber die Idee, dass Männer sich sexuell belästigt fühlen könnten, von nackten Frauenoberkörpern, ist einem Feministen natürlich wesensfremd, weil Männer bekanntlich triebhaft und tierisch sind und sich schon nicht beschweren.

Mit anderen Worten: Wer seine Brüste mit ins Schwimmbad bringt und dort vor allen Leuten auspackt, provoziert damit womöglich triebhafte Personen.

Genau: einfach mal zu Hause lassen, die Dinger. Aber nein, ein „Schauplatz von triebhaften Personen“ kann auch der Platz sein, wo die triebhaften Personen ihren Busen zur Schau stellen, das ist bewusst allgemein formuliert. Dass es triebhafte Busenbesitzerinnen oder meinetwegen auch -besitzer geben könnte, ist Feministen natürlich ebenfalls unbekannt, aus den analogen Gründen zu oben.

Das erinnert auf ausgesprochen unangenehme Weise an die vielen anderen Regeln des Einschränkungskatalogs für Frauen und weiblich gelesene Menschen:

Hachjaaaa. Hausrecht.

Man macht ihnen Kleidervorschriften, rät ihnen von aufreizendem Verhalten (was immer das sein soll), übermäßigem Alkoholkonsum und Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit ab.

Angenommen, einige Männer oder auch Frauen gehen nicht mehr ins Schwimmbad, weil nackte Busen sie irgendwie triggern. Umgekehrt werden einige Frauen und sonstigen Menschen, die nur deshalb nicht ins Freibad gingen, weil sie dort nicht oben ohne hinein durften, als neue Kunden gewonnen. Ist das dann netto ein Gewinn fürs Freibad oder eher ein Verlust? Soll heißen: diese Regel war nicht notwendigerweise zum Wohl der Frauen gedacht, sondern eher zum Wohl der Schwimmbäder.

All die Dinge also, die uns so lachhaft erscheinen, wenn wir sie auf eine andere Gruppe anwenden.

Aufreizendes Verhalten ist bei Männern strafbarer, weil damit u.a. auch Exhibitionismus gemeint ist; s. oben. Die Kleidung, die bei Frauen als „angemessen“ gilt, ist deutlich vielfältiger als bei Männern. Wenn ein Mann nachts besoffen durch den Park läuft und ausgeraubt wird, heißt es nur: „Selber schuld.“ Lachhaft, in der Tat.

Brüste sollen bedeckt werden, damit man(n) sich nicht an ihnen erregt und zu Übergriffigkeiten eingeladen fühlt.

Oder, dass man nicht geärgert wird. Aber natürlich wird das einseitig interpretiert. Feminismus schadet eben auch Männern.

Diese Art der Argumentation macht sich nicht einmal die Mühe zu verschleiern, dass es hierbei nicht um Anstand, Scham oder die Grenzen des guten Geschmacks geht.

Da gibt es auch nichts zu verschleiern – nicht jeder Mann denkt bei nackten Brüsten: „Geil, anfassen!“ Nicht jede Frau fühlt sich wohl bei wildfremden Frauen, die oben ohne schwimmen. Dass ein Schwimmbad die eine Klientel eher bedient als die andere, mag man ja beklagen, aber wenn man die Argumentation nicht verstanden hat oder sich dumm stellt, verschleiert man, worum es geht.

Es geht um die Annahme der grundsätzlichen Verfügbarkeit von Brüsten, die durch das Einhalten einer bestimmten Kleider- und Verhaltensordnung innerhalb von Geschlechterzwängen in angeblich zivilisatorische Schranken gewiesen werden soll.

Entweder, man (das Schwimmbad) hält weiblich aussehende Oberkörper für grundsätzlich „verfügbar“, dann wäre die Kleider- und Verhaltensordnung die, dass man sie nicht verdecken darf, um sie ihrer Verfügbarkeit zu entziehen. Oder, man hält sie nicht für verfügbar, dann könnte man es den Eigentümern besagter Körperteile überlassen, diese nicht zur Verfügung zu stellen. Oder, man will nicht, dass sie verfügbar sind, das wäre zwar einerseits ein Grund, Bikinis oder Badeanzüge vorzuschreiben, andererseits ist das das Gegenteil von der „Annahme der grundsätzlichen Verfügbarkeit“. Oder, die Vorschrift hat einen Grund, der mit der angeblichen oder tatsächlichen Verfügbarkeit nichts zu tun hat.

Tatsächlich ist es genau andersherum. Brüste im Speziellen sind wie Körper im Allgemeinen zunächst einmal für alle anderen unverfügbar.

Achwas?

Brüste zu haben verpflichtet niemanden zu irgendetwas.

Hmm, Penisse zu haben aber schon?

Der Anblick von Brüsten berechtigt zu nichts.

Das ist eigentlich nicht das Argument der Schwimmbäder – aber doch, wenn ich mich vom Anblick nackter weiblicher Brüste belästigt fühle, berechtigt mich das, den Bademeister einschreiten zu lassen. Und was „weiblich“ im Sinne der gefühlten Belästigung ist, entscheidet immer noch das Opfer, also ich.

Brüste sind keine Einladungen ersetzen keine Einvernehmlichkeit.

Dick-Picks aber schon? Nebenbei, man kann E-Mail-Adressen leichter blockieren als Menschen, die in zwei Meter Entfernung stehen.

Trotzdem haben wir uns darauf verständigt, sie vor Blicken zu verhüllen, anstatt die Intention der Blicke zu hinterfragen.

Man kann keine Gedanken bestrafen. Oder Gefühle.

Es ist wie die Dichterin Rupi Kaur schreibt:

Wollen „wir“ das? Das erinnert mich übrigens an die Erklärung von Xavier Naidoo, wieso und warum er was gegen Schwule hat. Nebenbei, Flaschenkinder werden damit gedisst. Aber nichts gegen Sikhinnen (ja, ich habe ihre Religion gemutmaßt – heult doch!).

Wir problematisieren die Körper von Frauen und weiblich gelesenen Personen, weil wir die Behauptung ihrer universellen Verfügbarkeit und das sich daraus abgeleitet Zugriffsrecht nicht antasten wollen.

Aha? Und „wir“ verbieten Exhibitionismus ausschließlich bei Männern bzw. Besitzern männlicher Körperteile, weil „wir“ die Behauptung ihrer universellen Verfügbarkeit und des daraus abgeleiteten Zugriffsrecht nicht antasten wollen? Wäre ja dieselbe Erklärung.

Wir machen unsere Ansprüche geltend.

Wenn „wir“ Ansprüche auf nackte Frauenbrüste geltend machen wollten, warum führen „wir“ dann keine Pflicht auf Oben-Ohne-Baden für beide Geschlechter ein? Oder meinetwegen auch für weitere Geschlechter, sofern ihre Angehörigen Busen besitzen? Das ist sonst wie: „Die Bänke im Stadtpark sind für alle da!“ – „Machen wir unseren Anspruch auf die allgemeine Verfügbarkeit von Parkbänken geltend, indem wir sie zudecken!“ – „Ähhh…?“ – „Zudecken, habe ich gesagt!“

Wir bestehen auf Besitzstandswahrung. Brüste, Nacktheit, kurze Röcke, Alkoholisierung und „aufreizendes Verhalten“ dienen uns nur zur Rechtfertigung, um nicht den sexistischen, misogynen Tatsachen ins Auge sehen zu müssen.

Welche sollen das sein? Bzw., mir ist schon klar, dass alle Tatsachen für Pickert sexistisch und misogyn sind, aber welche in dem konkreten Fall? Die wahrhaft emanzipierte Einstellung wäre mMn: „Wenn ich nachts betrunken alleine durch den Park gehe, trage ich immer einen Minirock, damit ich notfalls schneller an meine Knarre komme, die im Oberschenkelholster steckt! Die Scheiß Vergewaltiger haben’s nicht besser verdient!“ – „Aber Du bist doch ein Mann?“ – „Und Männer dürfen ruhig vergewaltigt werden? Weil sie Miniröcke tragen, etwa? DU bist Teil des Problems, junges Fräulein!“

Nebenbei, Pickerts Mutmaßungen, was „das Patriarchat“ erreichen will, wenn es blanke Busen verbietet, wären ein Stück weit schlüssiger, wenn er nicht andauernd von „universell“ reden würde. Aber er versteht nicht einmal die, die er bekämpfen will, und kann sie daher nicht von denen unterscheiden, die er eigentlich nicht bekämpfen müsste, wenn es ihm nur ums Patriarchat ginge, weil er seine theoretischen Verbündeten ebensowenig versteht. Bisschen Schade, aber eine ergiebige Quelle für Frohsinn.

8 Gedanken zu “Yäy, oben ohne!

  1. Ich finde es ja toll, dass Du Nils in seiner fortschreitenden Spirale des Wahnsinns noch liest. Das merkt man schon bei „Gendergagagutmensch“. Ich käme niemals auf die Idee, Nils als „Gutmensch“ zu bezeichnen. Gutmenschen „helfen“ nämlich irgendwem; sie ignorieren nur die Kosten dafür bzw. verlegen sie auf andere; typisches NIMBY-Verhalten. Das trifft auf Nils nicht zu, der ist rein Gaga. Das merkt man auch an den Affirmationen:

    > Ja, es gibt auch Männer mit Brüsten.

    Leidlich weiß ich das. Nennt man Gynäkomastie. Ist in der Pubertät ganz prima. Nicht.

    > Ja, es gibt auch nichtbinäre Menschen, die in unserem üblichen Verständnis von Zweigeschlechtlichkeit überhaupt nicht repräsentiert werden.

    Doch. Es gibt sowohl männliche als auch weibliche Mißgeburten. Nils meint hier aber wohl eher die 99% der „nichtbinären“, die schlicht geisteskrank sind. Auch das betrifft Männer wie Frauen. Früher hat man die noch eingewiesen. Oder verbrannt. Oder nach Elba verbannt, wenn sie sich für Napoleon hielten.

    > Und ja, selbst wenn Sie Geschlecht anhand von äußeren Merkmalen richtig zuordnen, bliebe trotzdem die Frage offen, warum für einige Brüste andere Regeln gelten sollten als für andere.

    Weil nicht ein einziger pubertierender 14jähriger von den Biertitten von Onkel Klaus einen Ständer bekommt. Im Schwimmbad. Das verhält sich mit den Titten der 14jährigen Lena-Sofie, bei der es die Natur besonders gut gemeint hat, völlig anders. Und das betrifft dann sogar noch Opa Ernie. Deswegen ist ja für attraktive, junge Frauen Dienstag und Donnerstag Damensauna. Tante Käthes nackte Hängetitten sind auch an anderen Wochentagen vollkommen unproblemastisch. Aber ganz ehrlich wollen die wirklich noch weniger Leute sehen als Frauen Dickpics. Und es gibt Frauen, die mögen Dickpicks. Gut, und es gibt Ugols Law, irgendwer steht auch auf Tante Käthes traurige Reste von Brüsten.

    Die einzig offene Frage ist hier: Warum tun wir solche Leute nicht nach Elba? Oder, noch besser, nach Suriname? Kein Mensch weiß, wo das liegt; nichtmal die Leute, die da leben.

    Und ergänzend, weil Nils ja auch die „Verfügbarkeit“ und „Kleidervorschriften“ so furchtbar findet: In einem All-inclusive-Hotel in Proleten-Touristen-Reiseziel sind ja die Liegen am Pool auch für alle verfügbar, bis man ein Handtuch drauflegt. Analog ist das mit Brüsten, und Frauen sind in nahezu allen Ländern so empauert und emanzipiert und ganz prima, dass sie da sogar selber ein Stück Stoff drauftun.

    Das ist jetzt nicht so schwer zu verstehen.

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  2. Beschauliches Göttingen?
    Gö ist eine Hochburg linker Krawallstudenten. Hab da 4 Jahre gwohnt.

    War im 19. Jahrhundert schon so. Damals, als die Nationalliberalen noch die Fortschrittlichen waren. Stichwort „Göttinger Sieben“, ganz ohne Märchen aber mit Grimms.
    Oder auch berühmte Studenten, die so rebellisch waren, dass sie nur außerhalb der Stadt wohnen durften. So wie ein gewisser Otto von B.

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    1. Faszinierend. Ich weiß zwar genauso wenig, wo Göttingen liegt wie Hannover oder Surinam, aber das interessiert genau niemanden. Die „Göttinger Sieben“ waren hingegen bei mir eine echte Bildungslücke. Cancel-Culture, 1837. Dafuq. Danke. (Ja, ehrlich. Ich lerne gerne was dazu).

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  3. „Es ist wie die Dichterin Rupi Kaur schreibt:

    „Ihr wollt das Blut und die Milch verborgen halten, als ob Schoß und Brust euch nie genährt hätten.““

    Alter! Das ist ekelig! Der SCHOẞ meiner Mutter hat mich NIE genährt!

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  4. Ja, es gibt auch nichtbinäre Menschen, die in unserem üblichen Verständnis von Zweigeschlechtlichkeit überhaupt nicht repräsentiert werden.

    Das übliche, man will diktieren, was man zu denken hat.

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    1. Und das nicht nur als „man“, sondern explizit als *Mann*. Nils mansplaint woken Bullshit. Sollte ihm mal eine Frau mit rosa Haaren und Undercut und 200kg Übergewicht erklären, dass das voll nicht in Ordnung ist.

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  5. Als 1965 geborener ist diese ganze Diskussion Schwachsinn.
    Oben ohne für Frauen war an Baggerseen üblich und in vielen Schwimmbädern, von den prüden Tanten auch nicht gern gesehen, häufig vorkommend.
    Dies war in den 1980 bis Anfang der Neunzigerjahre nur in katholischen Gegenden schwierig.
    Es macht sich hier ein Neofeudalismus mit einer ganz perversen Prüderie breit.

    „Kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte!“

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