Sea Squirts

… ist der englische Name der Tiere, die im Deutschen Seescheiden heißen.

Der Name ist natürlich sexistisch, wie hier bewiesen wird.

DARF ICH NOCH SCHEIDE SAGEN?

Nein, darfst Du nicht. Alle anderen schon, aber DU! Nicht!

Und ja, die identifizieren sich nicht einfach als „Tiere“, sondern sind biologisch gesehen solche. Sie sind mit Wirbeltieren sogar näher verwandt als Insekten, Weichtiere oder Seesterne.

Aber sie unterwerfen sich nicht der heteronormativen Unterdrückung, obwohl sie zwei Geschlechter haben: Utrum und Neutrum. Seescheiden sind Zwitter oder pflanzen sich asexuell vor. Aber das ist immer mehr von den Umständen abhängig als von den sogenannten Normen der Gesellschaft.

Aus ähnlichen Gründen sind ihre Larven kaulquappenartige Wesen mit einer Chorda Dorsalis („Rückensaite“. Saite mit ai wie in „Gitarrensaite“.), aber kennt Ihr den Witz mit: „Xy braucht kein Hirn. Rückenmark reicht.“? Sobald die Larve einen festen Wohnsitz erreicht hat, klebt sie sich dort aus Protest gegen die Hirnlobyy fest und baut ihr Rückenmark auch ab.

Für diesen festen Standpunkt und klare Haltung müssen wir sie respektieren.

Und demnächst verklagt bitte die Fleischindustrie. Vegetarische Würste sollen nicht „Würste“ genannt werden, aber Leberkäse ist ok? Ausgerechnet????

2 Gedanken zu “Sea Squirts

  1. Und da von Pinkstinks auch betont wird, dass die Klitoris „ein zehn Zentimeter großer Organkomplex“ sei, fehlt noch die Freud’sche Bemerkung: „Meiner ist länger!“

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  2. Er schreibt: „Dass sich da endlich etwas bewegt, zeigt sich zum Beispiel bei Schulbüchern.“

    Ich hätte ja *ornhub als das überzeugendere Beispiel gesehen. Und behauptet, wenn sich in Sachen Scheide nicht schon früher was bewegt hätte, wären wir jetzt nicht hier.

    Random Fakt des Tages: das Wort „ficken“ hat ebenfalls etwas mit Scheiden zu tun: das frisch geschmiedete Schwert wurde zum Polieren in ejnen Sack voller Sand gestoßen. Das Geräusch des wiederholten Vorgangs spiegelt sich im Klang des Wortes wider, mit dem der ebenso wiederholte Vorgang bezeichnet wird, das metaphorische Schwert in die metaphorische Scheide zu stecken.

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