Horrordate

Normalerweise heißt es immer: Frauen am meisten betroffen.

Aber hier ist nicht das Date eines PuA die Hauptleittragende, sondern dessen Kumpel.

Spoiler: den Pick-Up-Teil hat er nicht gut verinnerlicht. „Daten nach Zahlen“ ist eigentlich nicht Sinn der Sache, so wie ich sie verstanden habe. (Und ich verstehe wenig davon.) Wenn man so viel schauspielern muss und dabei noch so schlecht, weiß ich nicht, ob es den ganzen Krampf überhaupt wert ist. (Sorry, liebe Frauen!) Und irgendwie ist der Typ wohl dieses „needy“, von dem man ab und zu hört. (Ich glaube nur, dass das so geschrieben wird.)

Und das Hauptproblem: wenn der Typ ein bisschen mehr Sportgeist hätte, wäre er am Ende nicht so frustriert und wütend geworden. Nicht: „er hätte Frust und Wut sich nicht anmerken lassen“, sondern er hätte gemerkt, dass das nicht optimal läuft, und sich entweder für ein anderes Mal mit ihr verabredet, oder aber selbstkritisch zur Feststellung gekommen, dass das nie was wird. Female Choice und dergleichen.

Ungeachtet dessen ist es sicher ein legitimes Ziel, mit einer Frau zusammenzukommen, welches er auch auf legitime, wenn auch ziemlich ungeschickte Weise verfolgt.

Jetzt kommt mangels eigener Expertise keine Punkt-für-Punkt-Analyse, was er hätte anders machen können oder sollen.

Aber: Chads mosern hinterher nicht rum, wenn Frauen nicht mit ihnen schlafen wollen.

5 Gedanken zu “Horrordate

  1. Henri hätte bestimmt einen Seelsorger (mwd) im Fitti gebraucht, dann wäre ihm das nicht passiert [/cynic]

    > Etwa zwei Stunden, bevor wir los wollten, meinte Henri, er schreibe mit zwei Frauen auf Tinder, die jetzt sofort zu uns kommen würden.

    Henri ist ein guter Freund und Flügelmann, der mit seinem Kumpel teilt.

    > Ich verstand das nicht wirklich. Warum zwei Fremde treffen, wenn wir doch gleich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen sind?

    Planung ist alles, schlechtes Timing ist Bitch. Hier würde ich einfach drauf tippen, dass Henri ein Introvert ist, der genug davon hat, *zu* introvertiert zu sein und ins Gegenteil schlägt. Der Autor verspürt nicht den Leidensdruck von Henri. Ist ok, aber auch kein Grund, was vorzuwerfen oder sich moralisch erhaben zu fühlen. Vllt bin ich auch einfach oldschool, dass man sich in Freundschaften versucht zu pushen und gemeinsam weiterzubringen. Aber ich schreib auch nicht für ein Jugendmagazin.

    > Ich hatte überhaupt keine Lust, aber sie kamen.

    Name seines Sextapes.

    > Er schien seine Gesichtsmuskulatur unter Kontrolle behalten zu wollen und redete unnatürlich gewählt. Er machte zum Beispiel Komplimente.

    Merke: Komplimente machen ist in Deutschland mindestens unnatürlich, wenn nicht ein verdachtserregender Grund, gleich mal den Anwalt auf die Schnellwahltaste zu legen.

    > Ich versuchte ein paar Mal mittels verkrampfter Ironie, meinen Freund aus seinem komischen Programm herauszureißen: „Henri, du strahlst Unmengen an menschlicher Wärme aus. Richtig kuschelig grade.“

    Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Man kann ja streiten, was einen „Alfa“ ausmacht, und was nicht. Ledersitze, Sportgetriebe, Einspritzanlage… Aber ein Kumpel mit „Alfa“-Qualitäten bitcht nicht rum und schämt sich fremd, sondern holt seinen Sandkasten-Kumpel unter Vorwand auf den Balkon und versucht ihn dann verständnisvoll und souverän ein-zu-norden.

    Man rufe sich in Gedächtnis, dass der Autor in seiner Erzählung völlig passiv bleibt, bis auf passiv-aggressive „Ironie“ gegenüber Henri. Wohlgemerkt: „Henri und ich kannten uns seit frühester Kindheit und waren immer sehr eng miteinander gewesen.“ Mal ehrlich: Henri mag sozial völlig ungeschickt und vllt ein wenig Züge aus gewissen Spektren aufweisen, aber das echte Charakterschwein ist hier mMn jemand ganz anderes.

    > Und Dani bot Henri dann auch irrerweise noch an: „Hey, also wenn’s dir so wichtig ist, können wir uns ja jetzt küssen! Find halt dieses Pick-up-Artist-Zeug weird. Aber jetzt komm halt, du bist ja auch süß, lass einfach knutschen!“

    Ich mag Weißbiere nicht so und diesen Teppich möchte ich auch nicht kaufen… Deswegen rufe ich Bullshit, wegen:

    1) Doppel-Date über Tinder — wohlgemerkt eingefädelt von Henri, der mit beiden Frauen schrieb.
    2) Super inniger Sandkastenfreund-Autor sieht tatenlos zu, wie voll enger Kindergarten-Kumpel sich zum Deppen macht und greift nicht einmal irgendwo rettend ein.
    3) Frau sagt: „Hey, Du bist creepy und hattest gerade einen Wutausbruch, aber lass trotzdem rumknutschen, weil Hybristophilie ist cool.“

    Gefällt 2 Personen

    1. @Benedikt, Du solltest auf fetlife auch etwas wählerischer sein und nicht die ganzen Bio-Öko-Montessori-Lehrerinnen nehmen, nur weil die ihren Alfalfa selber züchten und Null Selbstwertgefühl haben. Den griechischen Buchstaben schreibt man in der Transliteration „Alpha“.

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