In eisigen Tiefen

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Es geht um diese Katastrophe am Mount Everest.

Ich habe das Buch von Krakauer gelesen und den Kinofilm vor ein paar Jahren, und: naja.

Sandra Hill: Die „Luxuslady“ auf dem Everest

Die Hobbybergsteigerin wurde im Zuge eines Unglücks auf dem Mount Everest als egozentrisch und schwach dargestellt. Ihre Kollegen durften einfach nur große Träume haben

Das Buch geht sehr kritisch mit Sandra Hill um, es ist aber nicht so, dass Männer grundsätzlich gut dabei wegkommen – es gab tatsächlich eine lange Kontroverse zwischen Krakauer und anderen – oder das Frauen dabei grundsätzlich schlecht vorkamen. Sie hier z.B.; wobei es natürlich sein kann, dass ihr Tod eine gewisse „Beißhemmung“ verursachte.

Rund um den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, ranken sich viele Heldengeschichten. Mensch – oder besser gesagt: Mann gegen Berg, Mann gegen die Natur. Natürlich waren auch schon viele Frauen oben, doch ihre Geschichten fallen oft um einiges wenige heroisch aus.

Jein. Es gibt eine Menge Menschen, die dergleichen Extremsport kritisieren. Und es ist eine schwierige Gratwanderung, über solche Unglücke zu berichten, ohne die Teilnehmer weder als tragische Helden noch als dumme Idioten darzustellen. Die reale Wanderung auf einem tatsächlichen Grat, um die es hier ging, war natürlich auch nicht einfach. Schön, wenn sich Metapher und Wortsinn treffen.

Das zeigt schon die erste Everest-Besteigung durch eine Frau im Jahr 1975, die Japanerin Junko Tabei. Tabei gab damals unumwunden zu, dass sie es ohne ihre Sherpas nicht geschafft hätte.

Gibt es Männer, die auf Sherpas angewiesen waren, aber das geleugnet haben? Bestimmt. Gibt es nur solche Männer? Nein.

Das gilt freilich auch für zahlreiche Männer, die ohne Hilfe weder raufgekommen wären, noch überlebt hätten – aber warum eine schöne Heldengeschichte zerstören?

Welche Heldengeschichte? Jeder Bericht über Bergsteiger erwähnt Sherpas; und hier ist es schon die Phase der „Kommerzialisierung“; wer mit dem Flugzeug von Spanien in die Karibik fliegt, ist ja auch kein zweiter Kolumbus.

Wie unterschiedlich Erzählungen und Interpretationen über Leistung, benötigte Hilfe oder das Verhalten in 7.000 Meter Höhe aufwärts ausfallen, zeigen Berichte über die 34. Frau auf dem Everest: Sandra Hill.

Okee, aufgrund der Kontroverse und weil Krakauer selbst beschreibt, wie er bspw. an einer Stelle einen Mitbergsteiger mit einem anderen verwechselte, was erst später erkannt wurde, nehme ich an, dass alle strittigen Berichte ausdiskutiert sind. Wenn die Schilderung von Hill und wie sie den Berg hoch kam, grob falsch wäre, würde das so nicht mehr im Buch stehen.

Sie war Teil eines der beiden kommerziellen Expeditionsteams, die bei der Besteigung des Mount Everest am 10. und 11. Mai 1996 von einem plötzlichen Wetterumschwung überrascht wurden.

Soweit das im Buch richtig wiedergegeben wird, fiel das als erstem keinen der professionellen Bergführern auf, sondern einem Kunden, der auch Kleinflugzeugpilot war. Wenn er vom Flugzeug aus solche Wolken unter sich sieht, macht er, dass er davon kommt. Über den Wolken ist die Freiheit nämlich überhaupt nicht grenzenlos.

Neun Bergsteiger*innen verloren dabei ihr Leben

Eine Bergsteigerin und acht männliche Bergsteiger. Aber wenn man doch gendert, sollte man doch wissen, dass darunter mindestens eine Frau war – insofern sollte die Frage aufkommen, warum nur Hill so kritisiert wurde.

es gab Debatten über schlecht vorbereitete Amateur*innen, die nur viel Geld zahlen müssten, um auf den höchsten Berg der Welt zu kommen. Zunehmend wurde Kritik laut, dass das zu gefährlichen Staus auf dem Weg nach oben führe und die dortigen Müllberge durch die kommerziellen Touren anwüchsen.

Das war insbesondere nach dem Unglück. Und das man „nur“ viel Geld zahlen musste, ist nur das halbe Problem, das ganze Problem ist, dass man als Kunde darin eine „Garantie“ sieht, die also solche gar nicht existieren kann. (Die Staus in der Form, wie sie am Unglückstag entstanden, hätte man wohl mit besserer Organisation und Absprachen vermeiden können.)

Sandra Hill passte hierfür genau ins Bild. Die Mode- und Beautyredakteurin und damalige Ehefrau von MTV-Mitbegründer Robert W. Pittman galt vorrangig als „Society-Lady“.

Einerseits ja, andererseits sagt weder Krakauer noch sonstwer, dass Hill oder Frauen allgemein das Problem verursachten. Und Hill kommt im Buch auch eher am Rande vor. Relativ viel wird über Weathers berichtet, und wie der Anblick seiner erfrorenen Hand – viel weiter konnte er wegen Wetter und seiner gelaserten Augen (man hatte ihm nicht gesagt, dass das bei über 8.000 m zu Schwierigkeiten führen kann, aber vllt. wusste man das damals auch noch nicht) auch gar nicht sehen – ihn wieder auf die Beine brachte, nachdem man ihn mangels Rettungsaussichten zurücklies. Man muss kein Pathologe sein, um zu wissen, dass das schlecht ist, aber zufällig war er einer und ist inzwischen Motivationspsychologe. Nachdem er das Lager gefunden hat, wurde er in einen Schlafsack in ein Zelt gesteckt. Seine Kameraden sahen zwischenzeitlich nach, ob er wohl schon tot war. Nicht, wie es ihm geht, sondern, ob er inzwischen schon gestorben war. Spoiler: nein. Ich reite hierauf deshalb herum, weil seine Probleme tatsächlich auch durch seine Eitelkeit – keine Brille tragen wollen – verursacht wurden, aber er aus eigener Kraft die schlimmste Stelle überwunden hat.

Ungeachtet ihrer Bergerfahrung rückten viele Berichte über das Unglück am Mount Everest Sandra Hill vor allem als Luxuslady ins Licht. Die „Bergfee“, wie es beispielsweise hieß, habe unnötigen Krempel wie „Vogue“-Zeitschriften, eine Espressomaschine inklusive präferierter Kaffeebohnen und ein TV-Gerät ins Basislager schleppen lassen.

Was hat die gegen Tee? Aber Sachen im Basislager, 3,5 Höhenkilometer unterhalb des Gipfels, wären ja noch ok.

Das schien hervorragend zur aufflammenden Kritik zu passen, dass nun immer mehr reiche Amateur*innen den Everest bevölkern würden.

Ehrlich gesagt, dasselbe Problem gibt es auch beim Golf, oder? Diese ganzen reichen Schnösel nehmen hart arbeitenden Arbeiterkindern alles weg.

Anders als Hill war Krakauer nicht als zahlender Gast dabei. Krakauer sollte über die zunehmenden kommerziell organisierten sündteuren Touren auf den Everest berichten. Mindestens 65.000 Dollar kostete die Teilnehmer*innen so eine Tour.

Krakauer sollte für eine Zeitschrift darüber schreiben, machte das also tatsächlich „beruflich“.

Krakauer veröffentliche 1997 sein Buch „In eisigen Höhen“ („Thin Air: A Personal Account of the Mt. Everest Disaster“), in dem er das Scheitern und eine für alle in den Teams gefährliche körperliche Schwäche vorwiegend an Sandra Hill erkannt haben will.

Das steht da so nicht. Also ganz sicher nicht das „vorwiegend“, dann wurde weniger die Kunden als Personen als Problem benannt, sondern mehr das generelle Verhältnis – sagt man einem Kunden, der 65.000 Dollar bezahlt hat, dass er oder meinetwegen sie nicht das kriegt, was soe haben will?

Sie habe immerzu über sich selbst geredet und es gebraucht, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen.

Kann doch sein.

Textstellen wie diese legen nahe, dass sein Blick auf die körperliche Verfassung seiner Mitstreiter*innen damals am Everest von einigen Vorurteilen vernebelt war.

Nein. Diese Aussage ist eine über ihr Verhalten, nicht über ihre körperliche Verfassung. Und es kann natürlich trotzdem sein, dass er Vorurteile hat oder sie einfach nicht leiden konnte, warum auch immer, aber die Aussagen über ihre körperliche Verfassung sind andere.

Die ebenfalls massiven Schwierigkeiten männlicher Kollegen wurden ihnen nicht als Charakterschwäche ausgelegt, wie Krakauer das bei Hill tat.

Naja, wenn jemand keinen verbindlichen Umkehrzeitpunkt definiert, und den letzten sinnvollen Zeitpunkt verstreichen lässt, ist das natürlich auch eine Schwäche des Charakters. Was Rob Hall und Doug Hansen passierte. (Der Film stellt das so dar, dass Rob Hall zu nachgiebig gegenüber anderen ist und Scott Fischer zu hart zu sich selbst.)

Dabei waren freilich auch die Männer in den Expeditionsteams auf massive Hilfe angewiesen – doch nur Hill hätte der ihr zugeteilte Sherpa Lobsang Jangbu praktisch tragen müssen.

Wenn das so war, dann war diese Hilfe deutlich massiver als die für die anderen Mitglieder. Aber es waren keine Expeditionsteams, es waren Touristentouren. Und fürs Protokoll, der Teil der Geschichte kann weder ausgedacht noch sehr übertrieben gewesen sein, sonst hätte es deutlich mehr Kritik daran gegeben. Insbesondere von Hill selbst.

Zeitweilig hätte sie nur noch kriechen können, erzählte Krakauer und unterstellte ihr unterschwellig eine Mitschuld an dem Drama auf dem Everest – etwa weil die Sherpas nicht die nötigen Seile anbringen konnten, da sie noch mit Sandra Hill beschäftigt gewesen seien.

Das „Drama“ hatte offenbar noch mehr Gründe, die Krakauer kritisiert. Allerdings, wenn wir von Charakterfehlern reden, andere der zahlende Kunden hatten tatsächlich selbst die Einsicht, es nicht bis ganz zum Gipfel schaffen zu können, und sind darum umgekehrt, oder, sie haben es aus eigener Kraft geschafft, nur leider nicht wieder zurück. Aus eigener Kraft soll heißen: mit eigenen Muskeln. Was ja irgendwie die sportliche Herausforderung dabei sein soll.

Andere Bergsteiger, die bei den Touren mitgingen und es ebenfalls gezogen, getragen oder nur mit viel Körperkraft anderer heil ins Basislager schafften, wurden nicht derart schlecht ins Bild gerückt.

Es ist ein grundlegender Unterschied, ob jemand aus eigener Kraft nicht das Basislager erreichen kann – nicht Lager IV unterm SO-Grat, sondern das weit unten – oder ob jemand es nicht von Lager IV zum Gipfel schafft. Im letzteren Fall könnte die Person nämlich in Lager IV bleiben, was für alle die bessere Entscheidung wäre.

Der Russe Anatolij Bukrejew, der in diesen Stunden fünf Menschen das Leben rettete, habe die New Yorkerin auf dem Eis ziehen müssen, weil sie nicht mehr habe gehen können – allerdings: so wie andere auch beim Abstieg in diesem Mai 1996.

Das ist nicht der Vorwurf. Der Vorwurf ist, dass man sie erst den Berg hochziehen musste. Und der Vorwurf gegen Bukrejew ist der, dass dieser keinen Sauerstoff dabei hatte und schneller abstieg als seine Kunden.

Weniger oft berichtet wurde, dass es ebendieser Anatolij Bukrejew war, der Hill als fähige Alpinistin mit guter Kondition einschätzte.

Dessenungeachtet, aber selbst Kritiker von Krakauer bestätigen, dass Hill mehr Kletterhilfe erhielt als andere. „Scott Fischer did not order me, nor did Sandy Pittman offer a „hefty“ cash bonus to short-rope her to make it to the top. I made the decision to short-rope any team member who was having trouble. This was to ensure that all group members would have a good chance of making the summit.“ Ob das jetzt tatsächlich „ziehen“ heißen soll, oder ob Krakauer doch übertriebt, weiß ich jetzt auch nicht, und das wurde wohl zu noch guten Wetterbedingungen gemacht, aber offenbar ist der Teil nicht wahrheitswidrig.

ebenso wie das Detail, dass sie ihren 13-jährigen Sohn beim Aufbruch zum Everest zurückgelassen habe.

Aber nicht von Krakauer, oder?

Schließlich habe ihre „Everest-Besessenheit“ auch ihre Ehe mit Robert W. Pittman zerstört. Wie viele Kinder welchen Alters die anderen Bergsteiger bei der Tour zurückließen, das blieb in den Medienberichten freilich unerwähnt.

Echt nicht? Nichtmal, dass Rob Halls Witwe schwanger war? Okeee, dieses Manko muss man natürlich kritisieren.

Krakauer erzählte auch, dass Hill im Verlauf des schwierigen Abstiegs samt Verirrungen und heftigem Sturm erschöpft in die Knie gegangen sei. Und?

Das ist ja nicht das Problem gewesen.

Und zu Hills Gourmetproviant und „Vogue“-Zeitschriften im Basislager sagte Francia: Warum Hill die „Vogue“ im Basislager vorwerfen, wenn doch zahllose Alpinisten ganz selbstverständlich auch ihre Pornohefte ins Lager mitbringen?

Ich glaube nicht, dass das um den Inhalt der Hefte ging, sondern um die Menge des Gepäcks. Persönlich halte ich die Sachen im Basislager für die Probleme in Lager IV, bei rd. 7.900 Höhenmetern, für eher einwichtig. Aber auch dorthin ließ Hill ein Satellitentelefon bringen. Zu ihrer Verteidigung: es funktionierte nicht.

2015 erschien der Film „Everest“, der das Unglück aus dem Jahr 1996 nochmal als Spielfilm erzählte. Im Gegensatz zu Berichten aus den 1990er-Jahren ging man in diesem Film mit stereotypen Bildern deutlich vorsichtiger um.

Joah, der Film ist toll. Man denkt natürlich: „Mann mit schwangerer Frau, in einem Spielfilm wird er natürlich nicht von seiner gefährlichen Mission zurückkehren. Aber das ist ja nach einer wahren Begebenheit, da gibt es keine Tropes und Klischees.“ Und dann wird man von der Wirklichkeit eiskalt erwischt. Es ist tatsächlich so, dass er sie vor seinem Tod noch per Funk und Telefon sprechen konnte.  Und dann schläft sie ein und weiß, dass sie Witwe sein wird, wenn sie wieder wach wird. Sie hat das Kind nach seinem Vorschlag benannt. Was für eine Ehefrau hätte ihn nicht den letzten Streit gewinnen lassen?

Doch die Protagonisten in „Everest“ zeigen beispielhaft, wie sehr diese heroischen Vorstellungen des Sich-selbst-Übertreffens und -Überschreitens noch immer mit Männlichkeit verzahnt sind.

Jein. Selbstverwirklichung und Sport sind natürlich für beide Geschlechter interessant. Aber ja, z.B. Weathers Frau setzt sich von zu Hause aus sehr für den Rettungseinsatz ein, aber hinterher macht sie ihm eine harte Ansage für die Aktion. Die beiden haben übrigens Kinder.

Völlig egal, ob das einfach ein reicher Mann ist, der sich den Everest zum runden Geburtstag schenkt, oder ein Arbeiter, der vergünstigt die Tour mitmachen kann, weil er meint, es einfach da rauf schaffen zu müssen.

Nein, nur reiche Leute sollte erlaubt sein, ihr Leben zu riskieren. Umverteilung und so.

„Warum?“ fragt in dem Film Jon Krakauer, der im Film übrigens sehr sympathisch dargestellt wird.

Oh, nein, wie schrecklich!

„Warum tut man sich das an?“ „Weil ich es kann“, antwortet ebenjener Arbeiter, der später einer von jenen ist, die es leider nicht lebend zurückschaffen.

Ähh, echt? Ich kenne nur die Stelle mit „Weil er da ist.“ Mallorys Motto. Ist auch ein toller Spruch für einen Grabstein, wenn Mallory nicht den Everest selbst als Grabstein hätte.

So ehrenhaft und salbungsvoll diese Risikobereitschaft bis hin zur Todesverachtung für Männer zu sein scheint, so schnell kann sie Frauen um die Ohren fliegen. Einfach nur, weil sie exakt dasselbe wollen. Warum auch immer.

Es war offenbar nicht „exakt“ dasselbe. Andere Frauen haben den Gipfel bestiegen, ohne dass man sie dafür kritisiert hätte. Die Vogue-Magazine, der Kaffee und evt. auch Hills Persönlichkeit wären vermutlich keine größere Kritik wert gewesen, wenn nicht offenbar ein Sherpa Reserven an Sauerstoff und Ausdauer verbraucht hätte, um Hill den Berg hochzuhelfen, wenn später am selben Tag Menschen zum Sterben zurückgelassen werden mussten, weil niemand die Ausdauer mehr hatte, ihnen zu helfen. Und das konnte Hill so zwar nicht wissen, und das hätten ihre Bergführer ihr auch sagen müssen, aber  es ergab sich tatsächlich aus den Umständen, eine gewisse Rücksicht auf andere zu nehmen, und vor allem: ein Mann, der in der Situation nicht sagte: „Ich schaff das nicht, ich kehre um oder warte, damit Ihr mich auf dem Rückweg mitnehmt.“ wäre doch genauso kritisiert worden. Ich würde sogar hinzufügen: mindestens.

3 Gedanken zu “In eisigen Tiefen

  1. Und wieder wird alles ignoriert, was nicht ins Bild passt.

    Ich habe Keakauers Buch zweimal gelesen und den Film gesehen.
    Im Buch wird ausführlich über die taiwanesische Expedition unter „Makalu“ Gau und die südafrikanische Expedition (Name vergessen) berichtet. Vor allem über deren Unfähigkeit und darüber wie sie auch wichtige Resourcen gebunden haben. Also eben nicht nur Sandy Hill.
    Krakauer berichtet auch voller Respekt über Charlotte Fox und Lene Gamelgaard, letztere brauchte keine Hilfe.
    Krakauer berichtet selbst davon, wie sehr er im Arsch war. Auch er brauchte Hilfe.

    Im Film dargestellt und bei alken Rezensionen übersehen: Lou Kasischke, Frank Fischbeck, Stuart Hutchinson und John Taske. Sie alle sind weit über Lager 4 hinausgekommen und sahen den Gipfel zum Greifen nah. Sie sind aber umgekehrt, weil sie die Situation (Warten am Hillary Step) als zu gefährlich eingeschätzt haben. So viel zum Thema „nur männliche Selbstüberschätzung“.

    Mein persönliches Lieblingsbild aus dem Film ist Sandy Hill am kurzen Seil. Ein hervorragendes Meme für Quotenfrauen.

    Im Film dargestellt aber im Buch ausführlicher und tragischer: die Triage auf dem Südsattel.
    Die Absteigenden hatten sich im Schneesturm verirrt und waren teilweise kraftlos. Die beiden Bergführer mussten also einige zurücklassen. Laut Krakauer hat Sandy Hill hier so laut um ihr Leben gejammert, dass sie mitgenommen wurde. Charlotte Fox hat nicht gejammert. Sie blieb zurück. Ihr Lebenspartner (ich glaube Tim Madsen) blieb da. Bei seiner Partnerin.

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  2. Ich habe Krakauers Buch vor zwei Jahrzehnten gelesen, aber soweit ich mich erinnere ist Hill beileibe nicht die einzige, die er kritisiert. Insonders über besagten Weathers äußert er sich wiederholt extrem negativ, mitunter sogar gehässig.

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