Y?

Die Serie „Y The Last Man“ ist gecancelt worden.

Nicht, weil der Hauptdarsteller eine Darstellerin belästigt hätte, sondern weil sie es einerseits geschafft hat, zu woke für die nicht so Woken aber nicht woke genug für die Woken zu sein.

Also nicht das Cancel-Culture-Canceln, sondern das andere.

Ich kenne weder die Serie noch die Comic-Vorlage, aber offenbar ist es nicht das neue Walking Dead geworden.

„Alle Männer tot bis auf einen, das kann doch nur die fünfte Feminismuswelle sein!“ vs. „Alle Männer sind tot bis auf einen, und trotzdem geht es um einen Mann? Das kann doch gar nicht feministisch sein!“

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass man sich in einer Pandemie einfach keine Serie über eine Pandemie ansehen will…

7 Gedanken zu “Y?

  1. SPOILER

    Es gibt dort noch sowas wie Feministinnen, die ihren Männerhass immer noch für sehr wichtig halten, Frauen angreifen, die sich im Guten an die verstorbenen Männer erinnern wollen und auch den letzten Mann töten wollen, sobald sie erfahren das es noch einen gibt. Und ihre Rechtfertigungen sind offensichtlicher Bullshit. Nach dem die Männer tot sind, dauert es – ich glaub – nur 1 oder vielleicht 2 Tage und alles ist zusammengebrochen. Und die Frau stehen da ohne Fahrrad.
    Das DAS die Woken nicht glücklich macht, wundert mich nicht. Der letzte Mann ist ein Vollidiot.

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    1. „Der letzte Mann ist ein Vollidiot.“

      Hier ist es interessant den Geschlechtertausch zu wagen:
      Die Tochter einer Oberschichtfamilie, Eltern Senator bzw. Professor, will nicht den ihr vorbestimmten Weg gehen. Sie verwirklicht sich lieber selbst als freischaffende Künstlerin ich nd befreit Tiere aus Forschungseinrichtungen (Spoiler: da kommt der Affe her). Auch als sich die Welt ändert, weigert sie sich, der Allfemeinheit zu Diensten zu sein, sondern sucht das Glück nach eigenen Regeln.
      Als Tochter sehr emanzipiert. Als Sohn ist man ein Vollidiot.

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      1. Zur Erklärung: Yorrick wird von einem männlichen Kapuzineräffchen begleitet. Der andere überlebende Träger eines y-Chromosoms wird in der verlinkten Rezension gar nicht erwähnt.
        Wie sagt die Top-Forscherin: ein Überlebender ist Zufall, zwei Überlebende am selben Ort ist ein Hinweis auf die Lösung.

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      2. Für mich wäre eine Frau, die sich bei so einer Katastrophe, wo sie selbst von entscheidener Bedeutung sein kann, so verhält wie der Mann hier, genauso eine Vollidiotin.

        Aber du hast recht. Es gibt hier einen Doppelstandards, genau so wie bei vielen anderen Beispielen. Eine mittelalte Frau, die von sich behauptet keine Beziehung zu einem Mann haben zu wollen, wird in den Medien und im Feminismus oft als stark und unabhängig gelabelt, während ein gleichalter Mann, der die gleiche Einstellung zu Beziehungen mit Frauen vertritt, von den gleichen Leuten als Loser, der keine abkriegt, oder gleich als Frauenhasser abgestempelt wird.

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  2. – Eine Seuche rottet 90% der Männer aus. Nach einem Jahr ist das Geschlechterverhältnis wieder ausgeglichen. Warum?
    – 90% der Frauen sind verhungert.

    ###

    Positiv gelungene Männlichkeit ist dabei in Film und Fernsehen auszusterben. Anschauliches Beispiel dafür ist Dexter.

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  3. Ich finde die Serie zu 10% zu woke (1. Folge) und für 90% für gut durchdacht, vulgo zu unwoke.

    In der ersten Folge wird der Tag vor dem „Ereignis“ gezeigt. Alle (mehr oder weniger wichtigen) männlichen Rollen werden negativ dargestellt. Untreu, unreif, sexistisch, usw.
    Die Frauen haben mit den „üblichen“ Problemen zu kämpfen. Werden nur nach dem Aussehen burteilt, müssen neben der Karriere noch den Geburtstag des Kindes organisieren, usw….

    Dann sterben von jetzt auf gleich sämtliche Träger eines y-Chromosoms. Hier ist natürlich aus Sicht der woken Leute Polen offen: das Kriterium für Leben und Tod ist eine harte, naturwissenschaftliche Tatsache; und keine Frage der persönlichen Identität!

    Im nächsten Schritt bricht dann kein Femutopia aus, sondern eine knallharte Realität mit unterbrochenen Lieferketten und Fachkräftemangel.
    Zur Verteidigung der Frauen rund um die neue Präsidentin sollte gesagt werden, dass der plötzliche Tod von ca. 50% aller Einwohner während der Rush Hour auch dazu führt, dass alle Straßen vollkommen mit Autos voller Leichen blockiert sind. Wir haben ja letztes Jahr gelernt, was ein Schiff quer im Suezkanal anrichten kann…

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