The Suicide Squad

Genau, nicht Suicide Squad II. THE Suicide Squad.

Wobei es kein DEFINITIVES Selbstmordkommando geben kann, wenn man die Prämisse von dem Ding ernst nimmt, weil sich die Besetzung ständig umstrukturiert, wie man das im Managment sagt.

War besser als der erste Teil, weil man sich darauf geeinigt hat, den schwarzen Humor konsequent durchzuziehen, allerdings ist es zu blutig.

Immerhin kommen hier gleich drei potentielle Selbstmörderinnen vor. Im ersten Teil war das nur eine – Psychotante Quinn – eine Aufpasserin (Katana) und ein potentielles Mitglied, das dann zur Antagonistin wurde.

Hey, Emanzipation!

Der Grund, warum ich das nicht als Frauenfilm einstufen würde, ist der, dass Harley tatsächlich mehr das Maskottchen der Veranstaltung ist. Rattenfänger II (aka Ratcatcher II, die Tochter des originalen Ratcatcher) hätte Rattenfängerin heißen müssen, aber nunja. Und die dritte Frau im Team – Vorsicht, Spoiler – überlebt das Intro nicht. Immerhin werden gleich zwei Vater-Tochter-Beziehungen thematisiert, was ja mal ein Fortschritt zu „nur einer“ ist. (Und eine richtig schlechter Mutter-Sohn-Beziehung. Und Vater Quinn war war wohl auch eher scheiße, aber das wird hier nur per Tattoo thematisiert.)

Harley Quinn ist ein beliebter Charakter, ja, und sie verkörpert auch den Humor, um den es gehen soll, ok, und es hat tatsächlich auch seinen Reiz, einfach gut trainierte Personen gegen zahlenmäßige Übermächte einzusetzen, insbesondere im Batman-Teil des DC-Universum, aber hier weicht die Story zu sehr von der Prämisse ab, um Quinn am Leben zu erhalten. Einmal Glück zu haben pro Film muss reichen.

Zunächst einmal gerät Harley in Gefangenschaft. Das ist die Stelle, wo sie eigentlich schon per Fernzündung getötet werden müsste, denn was würde Quinn oder jedes andere (ich kürze das jetzt nicht ab)-Mitglied davon abhalten, sich sofort zu ergeben, wenn nicht die Drohung des sofortigen und unverhinderbaren Todes? Eben. Spätestens, wenn sie sich ergeben muss, müsste sie volle Kooperation anbieten, wenn man ihr sofort den Chip entfernt. Aber nein, der Diktator der Insel ist in sie verliebt. Wie schön. Jetzt hat sie aber leider schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht – ein ganzer Film, der „Männer böse, Frauen gut!“ sagt, hätte auch auf stabilere Personen einen schlechten Einfluss – und außerdem war sie mal mit dem Joker zusammen. Jedenfalls bringt sie ihn um, weil er „Alarmzeichen“ gibt, eine weitere schlechte Partnerschaft zu werden. Anstatt ihn zu bitten, ihr ihren Chip zu entfernen, und in dann zu erschießen. Und nein, Quinn ist nicht dumm, wenn auch manchmal etwas verpeilt. Jetzt muss man dazu auch sagen, Kinder töten zu wollen ist ein schlechtes Zeichen, andererseits Harley Quinn als Frau oder Freundin zu wollen ist auch nichts, was ein einigermaßen zurechnungsfähiger Mensch für erstrebenswert hält, kein Mensch ist toxisch und so, aber Quinn zieht auch nur Psychos an. Und vermutlich ist ihr das auch klar. Apropo toxische Menschen? Wann taucht endlich Poison Ivy auf? WANN???

Jedenfalls wird sie nach der Aktion nicht direkt erschossen, sondern wird verhört. Warum sie jetzt nicht sagt: „Sorry, ich werde gezwungen! Aber nehmt mir den Chip ab, und ich erzähle Euch alles! Viva la Revolution!“ weiß der Gilb. Achja, ich weiß es auch: weil sie sonst keine coole Entkommen-Aktion liefern könnte. Und da gilt mal wieder, dass die Schläue der Füchse zu 90% aus der Dummheit der Hühner besteht. Jetzt nicht nur bei Quinns Wächtern, sondern auch an anderen Stellen: niemand schreit. Nicht, wenn soe von hinten erstochen oder erwürgt werden, sondern auch nicht bei Rattenangriffen, Ventilatoren im Badewasser oder Explosionsgeschossen. Und Blasrohrpfeile sind sicher gut für heimliche Fernkampfattacken, besser als pistolen und Schalldämpfer, aber wenn jemand umkippt, kann man das hören.

Zum Glück will der Film offenbar auch gar nicht so realistisch sein. Es sterben allerdings anteilig weniger Frauen als Männer. Wie immer. *Gähn.

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