Gleichstellung statt Männer!

Endspurt!

7.

Positioniert euch klar gegen Sexismus

Anstatt Euch unklar gegen Antisemitismus zu positionieren. D’oh!

Hinterfragt euer Verhalten und handelt, wenn ihr Sexismus oder sexuelle Belästigung beobachtet

Ich beobachte, dass Ihr nur von Männern erwartet, sich gegen Sexismus zu stellen, und habe den Eindruck, dass ihr damit „Sexismus gegen Frauen“ meint. Das ist etwas zu einseitig, um als Solidarität zu gelten.

Fast jede Frau in Deutschland hat in ihrem Leben bereits sexuelle Belästigung erlebt.

Wenn Männer sexuell belästigt werden, schert es Euch ja auch nicht…

Diese reicht von anzüglichen oder abwertenden Kommentaren bis hin zu sexueller Gewalt.

…weil in dieser weiten Definition auch die meisten Männer sexuelle Belästigung erlebt haben.

Aber auch abseits von verbalen oder physischen Übergriffen ist Sexismus eine permanente Begleitmelodie des Lebens von Frauen und nicht-binären Personen.

Ja, die wären alle SOOO gerne beim Bund oder Zivildienst gewesen. Hachja, diese bohrende, nagende Ungerechtigkeit. Ich weiß noch, wie die in den 90ern auf die Straße gingen: „Wir wollen auch gezwungen werden! Fünf Jahre Haftandrohung auch für niocht-männliche Menschen!! Solidarität!!!“

Solidarisiert euch mit betroffenen Personen, mischt euch ein und stellt auch euer eigenes Verhalten auf den Prüfstand.

Ihr habt Euch nie mit mir solidarisiert, und wenn Ihr Euer Verhalten auf den Prüfstand stelltet, hättet Ihr nicht so einen Quatsch geschrieben.

8.

Kämpft gemeinsam für Geschlechtergerechtigkeit

Gegen wen? Gegen uns selber?

Macht auf Ungleichheiten aufmerksam und bekämpft sie

Ja wieso, die „Ungleichheiten“ sind doch schon lange bekannt.

Männer sind vielseitig privilegiert.

Wenn Männer Sonderrechte haben, welches Gesetz und welcher Paragraf legt die fest?

Sie sitzen häufiger in Vorständen und Chefetagen

Die allermeisten nicht, und kein männlicher Arbeiter wird bevorzugt, nur weil der Chef auch ein Mann ist.

leisten weniger unbezahlte Arbeit

Ob diese Überstungen immer bezahlt werden, weiß ich allerdings auch nicht.

und sind seltener von sexueller Belästigung oder Abwertung betroffen.

Das ist einerseits debattierbar, andererseits so oder so nicht meine Schuld – soll ich zum Ausgleich irgendwelche Männer sexuell belästigen oder abwerten?

Diese privilegierte Position ermöglicht es aber auch, sich wirkungsvoll gegen Ungleichheiten zu positionieren

Nein. Welche Vor- oder Nachteile ich auch habe, ich bin nicht annähernd so mächtig oder einflussreich, um irgendwen anderes zu einem besseren Menschen zu erziehen.

Bonusrunde Bullshitbingo!

  • Wenn der Laptop Probleme macht… gehe ich zur zuständigen Firma. Oder Ignoriere das Problem komplett.
  • Ich halte Frauen nicht für „zickiger“ als Männer.
  • Als eine Frau schlechte Laune hatte… hatte ich keine Ahnung, ob sie ihre Tage hat oder nicht.
  • Ich halte Frauen nicht für schlechtere Führungkräfte. Ich selbst bin auf dem Gebiet allerdings auch scheiße.
  • Ich war noch nie irritiert, wenn eine Frau attraktiv UND intelligent ist. Allerdings kenne ich Frauen, denen man einen hohen IQ mit der Begründung abgesprochen hat. Offenbar halten manche Menschen das Leben für ein Rollenspiel, wo man aus Balancing-Gründen nicht Aussehen und Intelligenz zugleich leveln kann. Aber erstens ist das Leben kein Rollenspiel, und zweitens kann man Intelligenz und Aussehen steigern, wenn man meinetwegen bei Körperkraft oder Ressourcen Abstriche macht.
  • Ich halte Männer nicht für durchsetzungsfähiger als Frauen. Deshalb sollen Frauen bitte ihre Probleme selber lösen.
  • Verhandeln und repräsentieren sind Dinge, für die manche ausdrücklich Frauen einsetzen.
  • Frauen sind nicht emotionaler als Männer. Frauen haben nur weniger Probleme, wenn sie Emotionen zeigen.
  • wenn es nach dem Umzug um die Einrichtung geht… ok, erwischt. Meine Küche wurde von meiner Mutter eingerichtet. Der Mann im Möbelhaus meinte, dass die Detailplanung eigentlich seine Aufgabe sei, aber meine Mutter ist Architekt. Beim nächsten Mal verbiete ich meiner Mutter, ihre Expertise zum Einsatz zu bringen, wegen Antisexismus!
  • Ich denke, dass Männer und Frauen schlecht zuhören.
  • Es gibt Situationen, wo Männer und Frauen dasgleiche tun, und dann achte ich sehr auf gleiche Beurteilung. Beleg.
  • Ich denke, dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich denken. Also unterschiedliche Frauen und unterschiedliche Männer. Wenn sich also Menschen innerhalb eines Geschlechtes unterscheiden, warum sollte Frauen und Männer gleich denken?
  • Ehrgeizige Karrierefrauen sind mir nicht sympathischer als ebensolche Männer.
  • Ich denke nicht, dass Mütter eher auf die Familie „fixiert“ sind, sondern dass das normalerweise eine bewusste Entscheidung ist. Jetzt ist aber Euer Anligen, dass Väter genauso „fixiert“ wie Mütter werden sollen, also Keks?
  • Frauen können definitiv genausogut netzwerken wie Männer.

Ok, 1,5 Punkte, weil es beim Vorletzten mehr ums Wording geht.

Vorurteile über Männer in Fragenform. Würde man das mit Frauen machen, gelte das als feministisch.

3 Gedanken zu “Gleichstellung statt Männer!

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