Immer mitten in die Fresse rein

Statt Wortspiel mit taz ein Ärzte-Zitat.

Wegen hier.

Intellektuelle in die Fresse!

Wenig ist den Laschet-Deutschen suspekter als ein Philosoph oder eine Künstlerin. Warum?

Ich bin zwar kein Laschet-Deutscher und kann daher nur raten, aber meine Vermutung wäre, dass Laschet der diametrale Gegenentwurf zu allen Menschen ist, die philosophisch und/künstlerisch aktiv sind. Wer Laschet gut findet, findet die natürlich suspekt.

Nein, das ist kein Aufruf zu Gewalt in Zeiten von Hate Speech.

Och, Menno.

Das »… in die Fresse!« geht zurück auf den 1968er-Dichter Rolf Dieter Brinkmann, der seinen Lektoren in die Fresse geben wollte. Ein Ton, der in der heutigen Zeit wohl als toxisch beschrieben werden würde.

Kein Mensch ist toxisch. Aber ja, die 68er sind die Eltern der Null-Bock-Generation und der Boomer. Über gewisse Probleme muss man sich da nicht groß wundern.

Man muss derzeit bei allem, was man sagt, über die Reaktionen nachdenken, über die Sensibilitäten.

Eigentlich muss man das immer. Bzw., es ist immer gut, wenn man über das nachdenkt, was man sagen will, bevor man die Klappe aufreißt, und das war vor 20, 40, 80 (da ganz besonders!) auch schon so.

Seit die Popularisierung der Bezeichnung »Alter weißer Mann« dazu geführt hat, dass alte weiße Männer sich durch Gruppenzuschreibungen diskriminiert fühlen,

Die Diskriminierung wird i.d.R. nicht auf die Gruppenzuschreibung zurückgeführt, sondern darauf, dass das – und meist absolut unironisch – von Leuten kommt, die GEGEN Gruppenzuschreibungen sind. Also, wer keiner Gruppe negative Eigenschaften zuschreibt außer genau einer, hat offenbar Vorurteile gegenüber dieser Gruppe.

müssen wir alle heftig darauf achten, von wem wir wie reden, wenn es um biologische Merkmale geht und ständig fragt einer, ob es fair ist, einen Menschen nur aufgrund irgendwelcher Merkmale zu diskriminieren.

Ja, das soll eventuell schon ironisch sein, aber fair wäre es, wenn man nicht nur alten, weißen Männern bestimmte  typische Eigenschaften zuschriebe. Was wären denn die typischen Eigenschaften von jungen schwarzen Frauen?

Nur eine einzige Gruppe scheint ausgenommen zu sein von diesem Empörungsschutz: die Intellektuellen.

Okeee. Wo empört man sich über Intellektuelle? Also über Intellektuelle insgesamt, nicht über bspw. intellektuelle Wham oder antisemitische Intellektuelle?

Die Künstler, die aus meiner Sicht Intellektuelle mit anderen Erkenntnismitteln sind.

Jein. Künstler kriegen zwar viel Empörung ab, aber auch viel Verteidigung.

Und, auch ausgenommen, diese Lifestyle-Linken, die eine Mischung sein müssen aus Intellektuellen, Künstlern und Leuten mit zwei Postcolonial-studies-Büchern zu Hause, was sie für manche auch schon zu Intellektuellen macht.

Nagut, DIE haben es auch nicht besser verdient.

Seit die Debatte zur Frage der Grünen Kanzlerkandidatur losging, also Robert Habeck oder Annalena Baerbock, ließ sich leicht beobachten: Nichts ist in Deutschland suspekter als einer, den man als »intellektuell« beschreibt.

Erstens, bei Personen sagt man nicht „nichts“, sondern „niemand“. Zweitens, Laschet hat zwar in einer Uni gearbeitet, aber nicht so super überzeugt vong Leistung her. Drittens, ja-haa. Habeck als Philosoph ist vielen Nicht-Intellektuellen wohl wirklich suspekt. Es gibt halt zu wenig Intellektuelle in Deutschland.

Über Intellektuelle darf man jederzeit noch die Nase rümpfen. Armin Laschet etwa, der im Fall von Habeck gönnerhaft von »Ach, der Philosoph« spricht

Ja. Oh, ja. Der Philosoph. Besser als Schweinehirte, nicht wahr, Frau Baerbock? Offenbar ist die grüne Gegenkandidatin selbst eine Laschet-Deutsche, was den Wahlkampf jetzt unnötig verengt hat und außerdem dazu führt, dass man lieber den Original-Laschet wählen könnte.

An den Reaktionen auf Robert Habeck als möglichen Kanzlerkandidaten ließ sich einiges ablesen. Die einen wollen die Welt vor den Intellektuellen verschonen, die anderen den Intellektuellen vor der Welt.

Ja, aber das ist doch immerhin die Anerkennung, dass Habeck mal ein Buch geschrieben hat oder zwei, und einen Studiengang erfolgreich beendet hat. Außerdem hat er wohl mal eine Mistgabel in der Hand gehalten, was vllt. bei den Leuten ankommt, die tatsächlich arbeiten.

»Was, gilt Habeck jetzt schon als Intellektueller?« Will heißen: Der macht ja was aus seinem Denken, so einer kann kein Denker sein.

Ok, da steckt auch viel Wahlkampf hinter. Man kritisiert den politischen Gegner härter als den politischen Verbündeten. Man ist vllt. auch privat oder persönlich anderer Meinung. Vor allem frage ich mich, ob alle diese Ultra-Intellektuellen, die Habeck als nicht richtig intellektuell einstufen, trotzdem lieber Laschet wollen.

Die meisten Ultraintellektuellen beschreiben einen »echten Intellektuellen« gern als gering lebensfähig. Ich vermute, in diesem ultraintellektuellen Bereich finden sich viele Erben, die sich zumindest ein Dach über dem Kopf nicht zwingend verdienen müssen.

Das ist jetzt ein bisschen tautologisch. Aber ja, wer es sich leisten kann, zu machen, wofür man sich interessiert, anstatt zu machen, was Geld bringt, wird häufig Künstler oder Philosoph.

Was daran nervt: Mit ihrem Anspruch auf Weltabgewandtheit als Maßstab für Intellektualität schaden auch sie der Rolle der Intellektuellen; ihre Gegner wittern das, sagen dann einfach nur Elfenbeinturm dazu. Dabei ist es oft ein Erbenbeinturm.

Die Autorin verteidigt hier nicht Intellektuelle, sondern will, dass man Intellektuelle gefälligst aus den richtigen Gründen kritisiert, also aus ihren Gründen. Nebenbei ist das kein Argument pro Baerbock, deren Studium man sich auch erstmal leisten musste. (Fürs Protokoll: reiche Eltern disqualifizieren einen Menschen nicht.)

Für die anderen, die Verfahrenslogiker und Pragmatiker, die Projektwütigen, ist so ein Intellektueller nicht minder gefährlich, denn er hinterfragt. Wieso mischt der sich jetzt ein, bitte, wir wissen, wie es geht!

Dergleichen kommt zwar vor, dass richtet sich dann aber meistens gegen den individuellen Intellektuellen, nicht gegen „Intellektuelle“ als Spezies. Nebenbei stellt sich die Frage, warum es bei den Grünen dann nicht mehr Intellektuelle gibt, die praktikable neue Verfahren entwickeln, indem sie alte hinterfragen.

Der Intellektuelle ist irgendwie jener, der beim Bau eines Hauses dauernd auf die Betonmischung schaut und den Vorgang analysieren will, so nimmt man seinen Beitrag wahr.

Der Lehrer, der den pH-Wert misst. Man sollte auch als Intellektueller so ein bisschen darüber nachdenken, welchen Beitrag man leisten will und welchen man leisten kann. Wenn man Intellektuelle als weltfremde Theoretiker wahrnimmt, hat das sicher Gründe, aber „Theoretiker“ ist eine Eigenschaft, die viele Grüne sich erstmal verdienen müssten.

Natürlich will man den nicht, nicht einmal dann, wenn er das Bauen erleichtern und den Vorgang optimieren würde, weil man so ungern aushält, dass einer es besser weiß.

Der Vorgang des Betonierens ist ziemlich gut verstanden, theoretisch wie praktisch. Dass man spontan eine schnellere, billigere oder sonstwie bessere Methode entwickelt, ist eher unwahrscheinlich. Bezogen auf Strukturwandel und dergleichen sind sicher Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden, und da ist ein Philosoph vllt. nicht der allerbeste, aber auch nicht der allerschlechteste. Vor allem, wenn er weiß, dass er nichts weiß, aber die Leute kennt, die was wissen.

Pragmatiker, Verwalter, Leute, die vor einer Handlung gerne die Dienstanweisung lesen wollen, die verstört so ein hinterfragender Geist.

Pragmatiker sind die, die sich ggfs. nicht an die Dienstanweisung halten. Und viele hinterfragende Geister wollen nicht helfen, sondern anderen Fehler vorwerfen.

Ich frage mich, wann das so geworden ist, wann aus den Intellektuellen in Deutschland das wurde, was sie heute sind: die letzte Gruppe, die man ohne Statusverluste öffentlich abwerten darf.

Was ist mit Ostdeutschen? Wham? Gamern? Hinzu kommt, dass Laschet streng genommen als Akademiker auch als intellektuell betrachtet werden könnte, und er sich so über sich selbst lustig macht. Die eigene Gruppe beleidigen darf man.

Ein anderes Klischee: Leute, die sich geistig mit Menschrechten befassen, das müssen Intellektuelle sein, die von der arbeitenden Bevölkerung nichts wissen.

Ja, diese Pseudo-Intellektuellen immer, die auf Parties immer von „Menschenrechten“ labern, die outen sich direkt als ungebildete Parvenüs, denn es heißt bekanntlich „Menschrechten“, wie die Fachfrau sagt. Den Rest dieses klischees hat sie sich auch eben erst erfunden.

Sahra Wagenknecht hat nun den einprägsamen Begriff »Lifestyle-Linke« geprägt.

Nach Kultur-Marxisten und Salon-Sozialisten jetzt Lifestyle-Linke. Die Frage, ob eine Linke, die in Richtung Sozialismus und Kommunismus denkt und ein antagonistisches Weltbild pflegt, jetzt wirklich Menschenrechte verwirklichen wollen, oder nur solche Rechte, die ihnen passen, sei mal dahingestellt.

Sie versucht damit, die hart arbeitende und schlecht bezahlte Bevölkerung im Industrie- und Dienstleistungssektor gegen jene auszuspielen, die nicht minder hart an gesellschaftlichen Themen arbeiten, die sich oft in prekären Arbeitsverhältnissen von Projekt zu Projekt handeln, weil sie Demokratie stärken wollen, Rassismus bekämpfen wollen.

Das kann ja sein. Also, dass Wagenknecht die gegeneinander ausspielen will. Nur, wenn die hart arbeitenden und schlecht bezahlten Teile der Bevölkerung andere Probleme hat als zu wenig Demokratie und zu viel Rassismus, haben die beiden wenig bis gar keine Berührungspunkte. Wenn man als einigermaßen linke Aktivisten Klassenunterschiede als Oberbegriff von Rassismus, Sexismus und Islamfeindlichkeit betrachten würde, wäre das evt. anders.

Das tut so, als wäre dieser Einsatz für das Gemeinwesen nicht körperliche, geistige und physisch fordernde Arbeit, sondern das Gegenteil von harter Arbeit.

Ok, es ist vllt. nicht so offensichtlich, wie ich das jetzt finde, aber wenn jemand sagt, dass alte weiße Männer nicht diskriminiert werden könnten, ist das kein Trost für alte, weiße Männer, die keinen Arbeitsplatz mehr finden. Sie haben dann den Eindruck, dass sich solche Antidiskriminierungsaktivisten nicht für, sondern gegen sie arbeiten, weil sie recht deutlich machen, sich nicht mit alten, weißen Männern solidarisieren zu wollen (was so natürlich auch nicht immer so ist, aber das ist halt die Außenwahrnehmung). Für wessen Gemeinwesen ist das also ein Einsatz?

Viele in diesem Sektor arbeiten trotz Hochschulabschlüssen in prekären Arbeitsverhältnissen.

Ja, diese „brotlose Kunst“. Jemand, der auf lukrativere Arbeit verzichtet, ist aber trotzdem nicht in derselben Situation wie die, die keine lukrativere Arbeit finden.

Wagenknecht inszeniert hier ein Gegeneinander. Es funktioniert in Teilen, weil die Verachtung für das Denken, das Arbeiten am Bewusstseinswandel, für Komplexität »in« ist.

Ja, einersetis deswegen, andererseits, weil viele dieser Intellektuellen entweder nicht verstehen, dass man sie für Gegner der weißen, alten Männer am Fließband hält, weil sie sich so darstellen, oder weil sie deren Gegner sind.

In meiner Großfamilie waren die meisten bildungsfern. In diesen Kreisen galt der Gebildete etwas, er war einer, von dem sie etwas lernen wollten.

Wie man eine Decke betoniert?

»Sieh mal, wie die unterschreiben, mit was für einer schönen Schrift.«

Hahahahahahah. Das ist ja wohl ironisch gemeint. Ich glaube, Ärzte können ihre Zulassung verlieren, wenn jemand ihre Unterschrift entziffern kann. Ist aber zum Glück noch nie vorgekommen.

Meine Eltern haben mit mir stundenlang Unterschriften schreiben geübt, weil sie es wichtig fanden, ihr Kind so schön schreiben zu sehen wie die Menschen, die gebildet sind und die ein anderes Leben lebten als sie.

Ja, Bildung ist wichtig, und sie sollte möglichst universal erreichbar sein, aber irgendwie haben ihre Eltern nicht ganz verstanden, warum. oder sie wollten, dass ihre Tochter wenigstens unterschreibt wie „jemand Gebildetes“.

Ich bin heute gebildet. Ich finde viele Debatten der Identitätspolitik immens wichtig. Ich empfinde eine tiefe Solidarität für die Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin, die ich als Kind an Tagen der offenen Tür in ihren Fabriken besucht habe, und ich weiß, dass die keinen Bock darauf hätten, wenn irgendwelche linken oder gutmeinenden Bürgerlichen mich als »Lifestyle-Irgendwas« beschreiben würden.

Ja, Solidarität mit der eigenen sozialen Gruppe. Demzufolge hat Habeck Solidarität mit Bauern statt mit Arbeitern. Mit wem hätte Baerbock Solidarität? Wagenknechts Auseinandersetzung mit der Linke hat jetzt wenig mit den Grünen zu tun, aber wenn man die Grünen als linke Partei betrachtet – ich weiß, dass das zur Debatte steht – dann sind viele Grüne tatsächlich doch „Lifestyle-Linke“, weil sie weder durch die eigenen Lebensumstände noch von der sozialen Herkunft her irgendwelche Kontakte zur Arbeiter-und-Bauern-Gesellschaft haben.

Dann bin ich auch noch Schriftstellerin, in der Arbeiterwelt meiner Herkunft ist das der Gipfel der Verschwendung von Lebenszeit: Schönheit statt Überlebenskampf.

Sorry, aber DAS hätte denen einfallen sollen, beor sie ihre Tochter mit Schönschriftübungen malträtierten.

Sie respektieren das. Sie sind stolz auf den Aufstieg, auf Kinder, die das können, was für sie nicht erreichbar war. Es bringt nichts, uns oder unsere Milieus öffentlich gegeneinander auszuspielen.

Ja, das mit dem Aufstieg kenne ich aus meiner Familie auch. Schulterzuck. Was das gegeneinander ausspielen betrifft, muss ich aber leider das Gegenteil erkennen, denn:

Bei den Arbeiterinnen meiner Kindheit erhalte ich für meine öffentliche Arbeit mehr Anerkennung als bei so manchen aufgeklärten Linken, die in den Debatten »nur Identitätspolitik« sehen.

Also ist das Milieu der Arbeiterinnen und das Milieu der aufgeklärten Linken in dieser Frage gegensätzlicher Meinung. Oder, man muss die Individuen betrachten und nicht die Gruppe. Sach ich doch.

Die Erhöhung der Komplexität werten sie als Spaltung, als wäre das nicht die Aufgabe von Diskurs: Ausdifferenzieren, um zu verstehen, was vor uns ist.

Jein. Im Arbeitskampf für bessere Tarife sollte es keinen Unterschied zwischen den schwarzen und dem weißen arbeiter geben, zwischen dem männlichen und dem weiblichen, zwischen den christlichen, islamischen, atheistischen oder jüdischen Arbeiter. Gesamtgesellschaftlich ist das z.T. tatsächlich anders, da hat der schwule Arbeiter mit Migrationshintergrund ganz andere Probleme als die lesbische Fabrikantentochter, die in London Informatik studiert hat. Der Punkt, wo der aufgeklärte Linke dann aber wieder recht hat, ist da erreicht, wo die linke Aktivistin nach ständiger anti-wham-Rhetorik sich ernsthaft wundert, warum große Teile der Arbeiterschaft sie nicht als Verbündete wahrnehmen, und das dann auf ihr Intellektuellentum schiebt. Oder wenn sie Baerbock weder als anti-intellektuell wahrnimmt noch als bauernfeindlich, wenn diese Habeck deutlich härter disst als Laschet Habek disst. (Ob Baerbock Laschet disst, weiß ich gerade auch nicht.)

Warum stehen die Arbeitsmigranten hinter mir und meiner Generation? Weil sie, im Gegensatz zu jenen, die nie selbst marginalisiert waren, am eigenen Leib erfahren haben, wie viel ihre Identität mit ihrem sozialen Status zu tun hat in diesem Land.

Oder, weil ihr sozialer Status bei Arbeitsmigranten durch ihre Identität als Arbeitermigrantenkind und ihr Engagement pro Arbeitsmigranten(m/w/d) definiert wird. Also ja, ist nicht weiter verwunderlich.

Wer uns beschimpft, macht sich bei unseren Elterngenerationen politisch sicher keine Freunde. Die Arbeiter mit Migrationshintergrund sind geistig weiter.

Aka: Arbeiter mit Migrationshintergrund sind was besseres.

Die ohne Migrationshintergrund sind es oftmals auch, das Klischee vom rechtslastigen, wütenden Arbeiter dient nicht selten dazu, den rechtslastigen Bürgerlichen zu verschweigen.

Als differenziert denkender Mensch gibt ie uns jetzt eine Drei-Klassengesellschaft:

  1. Arbeiter mit Migrationshintergrund
  2. Arbeiter ohne Migrationshintergrund, aber mit geistigem Fortschritt
  3. Bürgerliche

Der Intellektuelle, die Intellektuelle, die Künstlerin, der Künstler – in Deutschland schwanken diese Begriffe zwischen Überhöhung und Verachtung.

Ja, diese Deutschen immer, einerseits zwingen sie ihre Kinder zu einer besonders schönen Handschrift, andererseits machen sie sie verächtlich, wenn diese tatsächlich mit Schreiben Geld verdienen. Achnee, dass waren ja gar keine Deutschen. Andere für was kritisieren, was man bei der eigenen Gruppe toll findet.

Bei Veranstaltungen heißt es gerne: Nicht zu anspruchsvoll, sonst bleibt es etwas für Eingeweihte. Und wenn es anspruchsvoll wird, dann gern mit einem Duktus, der anderen signalisiert: Leute mit eurem Status sind hier nicht gewollt.

Es nervt mich. Es nervt mich einfach nur. Die ganze Zeit macht sie klar, welchen Status – Erbenbeinturm – bei ihr nicht gewollt ist, aber wehe, andere werden auch hochnäsig.

Wir brauchen auch in der Politik neben den Funktionären die Intellektuellen.

Also: Habeck statt Baerbock? Baerbock ist eindeutig Funktionärin.

Gerade jetzt braucht es Räume für Zweifel, weil wir nach der Pandemie eine Gesellschaft sein werden, in der die Naturwissenschaften ihren Platz haben, aber die Geisteswissenschaften und die Künstler verloren haben.

Naturwissenschaftler sind intellektuell(m/w/d). Die Klimakrise benötigt MINT-Skills. Verschwörungsschwurbler basieren auf mangelnde Kenntnisse in Hinblick auf Naturwissenschaft und Technik. Nichts gegen Geisteswissenschaften und Kunst. Ich selbst philosophiere auch ganz gerne über Homer.

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