Die Selbstbestimmung des eigenen Körpers

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Geilster pinkstinkstext evar. (Ok, bis dato.) Ohne Autor(m/w/d)enname.

Und ein privater Diskläimer: ich bin übergewichtig. Nichts, was ich im Folgenden schreibe, soll irgendeine Hochnäsigkeit über übergewichtige Frauen zum Ausdruck bringen, und wer das trotzdem so versteht, darf gerne „selber“ sagen. Dieses vorweggeschickt…

…ist das schlecht. Richtig, richtig schlecht. Viele andere Sachen kann man (ich) mit etwas guten Willen als in der Sache zwar zweifelshaft bis falsch betrachten, aber immerhin mit so einem Tacken einer frauenfreundlichen Perspektive. Das nicht.

Wenn es um Diäten geht, lautet die Frage oft: Welche Diät ist die richtige für mich, damit ich endlich meine Traumfigur erreiche?

Einfache Antwort: jede, die Dir hilft abzunehmen, und die Du auch dann noch fortführst, wenn Dein Traumgewicht erreicht ist. Die etwas kompliziertere: Dein Traumgewicht ist möglicherweise nicht Dein Optimalgewicht, aber ansonsten ist jede Diät, die Dir eben dazu verhilft, richtig.

Doch eigentlich müsste die Frage sein: Woher kommt diese ungesunde Idee von einer Traumfigur?

Optimalgewicht und Traumfigur sind mitunter nicht dasselbe. Wenn die Traumfigur sehr von der Figur abweicht, die man beim Optimalgewicht hätte, ist sie ungesund. Aber exakt nur DANN.

Wer nach „Diät“ googelt, findet …

Eine Menge Quatsch. Oder die nicht so verkehrten Sachen werden im I-Net schlecht erklärt.

Kein Zweifel: Diäten beschäftigen uns.

Dieses „uns“ schon wieder. Manche BMI-Zahlen sind trotzdem gesünder als andere.

Klassisch wie früher mit Kohlsuppe oder etwas moderner mit Grünkohl-Smoothies. Und es kommen ständig neue Hypes ums Hungern dazu.

Gemüse enthält halt weniger Traubenzucker als Obst. Aber „Diät“ und „Hungern“ gleichzusetzen ist natürlich Främing, und daher ganz sicher falsch.

Die Optimierung unseres Essverhaltens findet kein Ende.

Das liegt natürlich daran, dass man ios Essverhalten oder Energieverbrauch dauerhaft ändern muss, wenn man dauerhaft ein anderes Gewicht haben will, als das, was man gerade hat. (Gilt übrigens auch für den Klimawandel.)

Dabei geht es bei allen Varianten im Kern immer um dasselbe:

Energieaufnahme und -verbrauch müssen gleich sein, um ein konstantes Gewicht zu halten. Wie man an den beiden Schrauben dreht, ist fast Geschmackssache.

Mit viel Anstrengung und Aufwand einem Ideal zu entsprechen.

Anstrengung wäre ja Sport statt Diät. Warum nicht? (Ok, weil man an Sport keinen Spaß hat, diese Frage war rhetorisch.)

Oft werden Diäten unter dem geschönten Begriff „Wellness“ angepriesen.

So geschönt ist der nicht. „Wellness“ bedeutet Gesundheit, und das ist ein Effekt eines entsprechenden BMI.

Nach dieser Logik kann sich nur ein schlanker Körper wirklich gesund und wohl fühlen.

Es ist wichtiger, gesund zu sein als sich gesund zu fühlen. Aber ja, ein unschlanker Körper kann gesünder sein als ein schlanker. Ist aber meistens umgekehrt.

Diäten werden mit Achtsamkeit und (Ernährungs-)Bewusstsein gleichgesetzt.

Ok, stimmt so pauschal natürlich auch nicht immer, aber wer weiter oben Diäten mit Hungern gleichsetzt, sollte sich einfach mal nicht beschweren.

Daraus ist längste eine Riesen-Industrie entstanden:

Wer hat die längste? Ok, ja, die Industrie verkauft eine Menge Sachen, die man billiger oder besser bekäme – das ist ein Argument gegen diese Industrie, bzw. dagegen, dort einzukaufen. Aber nicht gegen Diäten als solche.

Wer sich bewusst ernährt – mit anderen Worten: aufpasst und kontrolliert, was er*sie zu sich nimmt – tut sich und der eigenen Gesundheit etwas Gutes

Das trifft zu. Das trifft genau so zu, wie es da steht. Gilt nicht nur bezüglich Abnehmen, sondern auch in Bezug auf Allergene, Nahrungszusätze und noch ein paar anderer Sachen. Und Ökologie und Umweltschutz. (Dass nicht JEDES Diätprodukt so toll sein kann, wie die Werbung verspricht, ist einfach nur NOCH ein Grund, sich seines eigenen Verstandes zu gebrauchen.)

die Anstrengung und der Aufwand lohnen sich, so die Botschaft.

Ja.

In Wahrheit lautet die Botschaft aber: Wer den eigenen Körper wertschätzt, reißt sich gefälligst zusammen und verzichtet.

Es ist ein Angebot, dass man annehmen kann oder nicht. Aber die Botschaft an sich ist nicht gelogen: gesundes, gemäßigtes Essen führt zu einem im Durchschnitt gesünderen Körper.

Körper, die von der schlanken Norm abweichen, gelten hingegen als ungesund und faul.

Faul ist tatsächlich eine Wertung, aber Gesundheit korrelliert wirklich stark mit einem bestimmten BMI.

Und als eine Belastung. Für Herz und Kreislauf, für die Gelenke, aber auch für das Gesundheitssystem.

Da werden zwei Sachen sehr vermischt. Jemand, der übergewichtig ist, zahlt ja auch in die Krankenkasse. Und die wird den Durchschnitts-BMI in ihre Kalkulationen einbeziehen. Aber die Belastung von Herz und Gelenken ist messbar. Physikalisch messbar und erklärbar, und biologisch und chemisch und medizinisch und mathematisch und was auch immer man haben will. Ob eine halbnackte Frau auf einem Werbeplakat sexistisch ist, ist viel umstrittener als das jetzt.

Wer nicht schlank genug aussieht, heißt es, hat sich nicht im Griff, lässt sich gehen und schadet sich selbst ebenso wie der Allgemeinheit.

Es kommt auch nicht darauf an, wie man aussieht. BMI ist messbar: Körpermasse (in Kilogramm) durch Körpergröße zum Quadrat (in Metern). Ja, mit Schuldgefühlen zu arbeiten, ist an der Stelle nicht so gut. Andererseits stört die bei pinkstinks sowas ja sonst auch nicht.

Das ist falsch bis gefährlich und kann sogar zu Essstörungen führen.

Äh, die Aussage ohne das wertenden Främing ist wahr. Dass man das nicht so hart rüberbringen sollte, dass jemand davon Essstörungen kriegt, ist sicher auch richtig, kommt aber extrem selten vor. So Argumentieren Impfgegner auch, nebenbei.

Natürlich ist es wichtig, dass der Körper alle Nährstoffe bekommt, die er braucht.

Hat exakt niemand bestritten. (Weil’s eine Binsenweisheit ist.)

Auch klar, dass ausgewogene Ernährung auf Dauer am besten funktioniert.

Nein. Eigentlich wirkt nur eine ausgewogene Ernährung auf Dauer gut. Unausgewogene Ernährung funktioniert auf Dauer immer schlecht.

Das ist jedoch keinesfalls gleichbedeutend mit Diäten.

„Keinesfalls“ stimmt nicht. Es gibt Diäten, die nicht ausgewogen sind, und die man daher mittelfristig umstellen muss, und man kann sich auch ausgewogen ernähren, ohne dass das eine Diät im engeren Sinne ist.

Und nicht jeder schlanke Körper ist automatisch gesund.

Ja, richtig. Mit dem Rauchen sollte man daher auch aufhören. Und Sportverletzungen sind auch nicht gesünder als andere Verletzungen.

Unter Essstörungen litt zum Beispiel auch auch die britische Feministin Mary Evans Young

Irgendwelche Nicht-Feministen als Beispiel gibt’s nicht?

weshalb sie 1992 den „International No Diet Day“ ins Leben rief, der einerseits Akzeptanz für verschiedene Körper und andererseits Aufmerksamkeit für Essstörungen schaffen soll.

Das sind zwei verschiedene Dinge. Die miteinander zu verknüpfen ist gelinde gesagt dumm. Oder sogar drei: Akzeptanz anderer Körper, Akzeptanz des eigenen Körpers UND Essstörungen.

 Auf der dazugehörigen Website heißt es: „Für so viele Menschen, insbesondere Frauen, bedeuten unerreichbare Körperideale und Druck Essstörungen, ein niedriges Selbstwertgefühl, Mobbing und ungesunde, strikte Diäten.“

Allzeit beachte: Frauen am meisten betroffen. Gut: Bestimmte Körperideale hat man oder hat man nicht, und wenn nicht, sind sie nicht durch Diät und Trainig erreichbar, sondern höchstens chirurgisch. Sowas wie „Männer müssen über 1.80 m groß sein, aber Frauen nicht.“ („Aber, Mycroft, ich dachte, es käme nicht auf die Länge an?“ – „Das war eine Lüge.“) oder „Männer haben breite Schultern, Frauen mindestens Körbchengröße C.“ („Aber, Mycroft, für wen sind dann A und B? Für Männer etwa?“ – „Du sollst Mann-Frau-Gedöne nicht versuchen, logisch zu erklären, davon kriegt man Hirnkrebs!“) Aber Körpergewicht ist im Unterschied zur Körpergröße veränderbar. Also stimmt hier das „unerreichbar“ einfach nicht. Diäten müssen nicht „ungesund“ sein, „strikt“ ist aber nicht verkehrt. Niedriges Selbstwertgefühl und Mobbing sind tatsächlich Probleme, die man angehen sollte. Aber das ist kein Argument gegen Diäten, dass ist ein Argument gegen Mobbing, um Leute zum Abnehmen zu bringen. Oder gegen Mobbing mit jedwedem Ziel auch immer.

Kalorien zählen setzte sich mit dem ersten Diät-Bestseller „Diet and Health: With Key to the Calories“ von 1918 durch.

Ja, um meinen Chemielehrer zu zitieren: „Von nichts kommt nichts, was weg ist, ist weg, und was nicht weg ist, muss noch da sein.“ Und eigentlich heißen die Dinge jetzt Joule. Aber das ist eben eine funktionierende Methode, die einem die Möglichkeit gibt, sein Essen den eigenen Vorlieben und Verbräuchen anzupassen.

Seit 100 Jahren wird also schon gerechnet und gehungert.

Seit knapp 103 Jahren. Und „gehungert“ hieße, man isst gar nichts, dann muss man nicht groß zählen und rechnen, denn Null plus Null ist Null.

Und zwar vor allem von femininen Menschen.

Schön, es ist auch eine funktionierende Methode, die einer die Möglichkeit gibt, ihr Essen den eigenen Vorlieben und Verbräuchen anzupassen.

Denn obwohl männliche Personen vor allem in den vergangenen Jahrzehnten

Vorher hatten die wenigsten Männer überhaupt Übergewicht, weil das durch die Kombi aus „viel Essen“ und „wenig körperliche Tätigkeiten“ zustande kommt.

zunehmend auch mit entsprechenden Körperidealen konfrontiert wurden,

Und zwar von Frauen? Gut, Schwule finden sportliche Männer auch ganz gut, aber seien wir realistisch.

 ist die perfekte Figur für sie noch immer viel weniger ausschlaggebend als für Frauen.

Übergewicht ist nicht nur ein Problem bei der Partnersuche, sondern auch ein gesundheitliches, und ich halte das gesundheitliche tatsächlich für das wichtigere. Ansonsten, eine Seite, die Body-Shaming gegen Männer betreibt, weil sie will, dass die ihre Oberkörper bedecken, soll sich mal einfach nicht anstellen.

Das liegt daran, dass Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft nicht nach Talent oder Erfolg, sondern vor allem nach ihrem Äußeren bewertet werden.

Ahh, übergewichtige Männer mit Talent und Erfolg sind für Frauen also attraktiv? Also Männer, die mehr Geld haben als sie und voraussichtlich eher sterben? Nuuuuun, das behaupte ich nicht, das ist die Konsequenz aus dem, was da steht.

Da ihnen sonst nicht viel anderes bleibt (weniger Macht, weniger Geld, weniger Status) ist es im Patriarchat für weibliche Personen entscheidend, attraktiv zu wirken

Oder, sie studieren Medizin, werden mit der eigenen Praxis wohlhabend und angeln sich einen sportlichen jungen Mann, der gut kochen kann. Wer hindert sie?

beziehungsweise „fickbar“, wie Laurie Penny in ihrem Buch „Unsagbare Dinge“ schreibt.

Ja, einen fickbaren jungen Mann, der gut kochen kann.

Das hat aber noch einen anderen Effekt: Sich ständig selbst zu optimieren, kostet jede Menge Zeit, Energie und Geld.

Nein. Bzw., kommt drauf an, was man macht. Aber wenn es Energie kostet, verbraucht es ja Joule, dann kann man wieder mehr essen („Ich glaube, das ist so eine ‚Metapher‘!“ – „Oh, ok…“), aber weniger Essen kostet weniger Geld und Zeit. Gut, wenn man die Diät mit Sport kombiniert, kostet das wieder mehr Zeit, aber irgendwas ist immer.

 Frauen sollen sich und ihre Ressourcen nicht darauf ausrichten, ihre Lebensumstände und bestehende Ungerechtigkeiten zu verändern, sondern sie sollen sich auf ihre Körper konzentrieren.

Äh, ja. Das wird’s sein. So, wie man keine Frauenkleidung mit richtigen Taschen schneidert, um mehr Damenhandtaschen (aber nur DAMENhandtaschen) zu verticken, macht man Werbung für Diäten (aber nur für Frauen, die Männer in der Werbung sehen alle übergewichtig), damit Frauen rund um die Uhr mit „Kalorienzählen“ und „Hungern“ befasst sind. Dass es – angesicht Lebensmittelüberproduktionen – viel mehr Sinn ergäbe, Frauen zu MEHR Übergewicht zu ermuntern, damit die weniger über übergewichtige Männer herziehen und außerdem weniger lang leben, ist den Verschwörungstheoretikern bei pinkstinks offenbar entgangen.

 So lenken Diäten Frauen einerseits gedanklich ab und täuschen ein Gefühl der Kontrolle vor

Ja, ganz ehrlich? Wenn Ihr so leicht abzulenken seid, dann habt Ihr’s nicht besser verdient. Und es ist kein „Gefühl“ der Kontrolle, wenn man sein Körpergewicht kontrolliert, sondern eine Tatsache.

in einer Gesellschaft, die weiblichen Menschen nicht genug echten Einfluss zugesteht.

Niemand hält Euch ab, in eine Partei zu gehen. Niemand hält Euch ab, eine zu gründen. Niemand hält Euch ab, 60 h mit Erwerbsarbeit zu verbringen, wenn Care-Arbeit so doof ist.

Gleichzeitig bringen sie sie dazu, immer neue Produkte auszuprobieren.

Der Jojo-Effekt liegt nicht daran, dass die Diät nicht funktioniert, sondern daran, dass man mit ihr wieder aufhört. (Was der häufigste Grund sein dürfte, ständig was neues auszuprobieren.)

Bücher, Kurse, Nahrungsergänzungsmittel, Pillen, Apps … Beim Thema Diäten greifen Patriarchat und Kapitalismus besonders perfekt ineinander.

Wenn diese Artikel hauptsächlich für Männer beworben würden, würden irgendwelche Feministinnen – und höchstwahrscheinlich die von pinkstinks – das zum Anlass nehmen, die allumfassende patriarchaische Weltverschwörung zu dämonisieren. (Nebenbei, da Übergewicht in erster Linie ein Wohlstandsproblem ist, also die Folge von zu VIEL Kapitalismus, kann man den Kapitalismus doch boykottieren UND abnehmen, indem man einfach weniger Essen konsumiert.)

Deshalb ist es ein radikaler Ansatz, sich von Diäten zu verabschieden

Deshalb? Statt Konsumverzicht Diätverzicht. Essen wir diese Sahneschnitte aus Protest gegen die Bauernlobby, die Marktpolitik der EU, gegen Kapitalismus und Patriarchat und aus Solidarität mit den hungrigen Kindern in Afrika!

 Ressourcen freizumachen für wichtigere Dinge als „Traumfigur“, „Bikini-Body“ oder „Idealgewicht“

Welche Ressourcen eigentlich? Wie teuer ist ein Diätratgeber? Ich habe einen für ein paar Euro Spende an eine Bücherei bekommen, und die fanden mich großzügig. Ruhm und Ehre Erzählmirnix an der Stelle!

zum Beispiel für Gleichberechtigung aller Geschlechter oder körperliche Selbstbestimmung.

Inwieweit wird Gleichberechtigung durch Diätprodukte eingeschränkt? Und was ist mehr körperliche Selbstbestimmung als selbst zu bestimmen, wie schwer dieser Körper ist? (Gut, wenn man noch die Länge bestimmen könnte, wäre es noch selbstbestimmter…)

Niemand hat mit Mitte vierzig den gleichen Körper wie mit Anfang zwanzig.

Ja, aber das hat noch ganz andere Gründe. Ist also kein Argument.

Zudem dient Essen nicht nur der optimalen Versorgung mit Nährstoffen. Es ist nicht bloß Mittel zum Zweck, es ist auch Genuss, Trost und ein Stück Lebensqualität.

Essen hat also auch die Funktion gewisser Drogen. Ist zwar richtig, aber jetzt nicht ganz das optimale Argument.

Außerdem ist permanente Selbstkontrolle kein Zeichen von Stärke oder Status

Status nicht, Stärke schon.

auch dann nicht, wenn sie als „Selbstliebe“ und „Achtsamkeit“ verkauft wird.

Letztens hatten sie einen Gastautoren, der einerseits erzählte, man sollte sich das Männerbild der Männerpflegeproduktwerbung nicht zu eigen machen, aber gleichzeitig mehr Hirnschmalz für den Kauf eines Shampoos investiert, als ich für alle Einkäufe in einem Monat. Der ganze Vorgang hatte für mich aber schon mit Selbstliebe und Achtsamkeit zu tun, denn man sollte darauf achten, etwas zu kaufen, was einem selbst gut tut. Wenn das für Körperpflege gilt, dann für Essen erst recht.

Zeit, die Kohlsuppe schwungvoll in den Gulli zu gießen

Irgendwo in Afrika…

stattdessen körperliche Vielfalt zu zelebrieren, den eigenen Körper so anzunehmen, wie er ist.

Also auch keine Brille tragen, sondern die Kurzsichtigkeit akzeptieren, wie sie ist?

Auch, wenn das manchmal ein langer Weg sein kann. Aber der lohnt sich.

Nein.

Dick, dünn, groß, klein, apfel- oder birnenförmig – Hauptsache, gesund, stark und glücklich.

Ja, wenn man aber nicht gesund ist und nicht stärker als mit Normalgewicht, ist dieses Glück vllt. nur gefühltes Glück?

Ok, wenn hier einfach die Kritik wäre, dass Diätprodukte tatsächlich oder vermeintlich für Frauen beworben werden, und dass das vermeintlich oder tatsächlich frauenfeindlich wäre, wäre das Schema F. Oder, wenn man hier Kapitalismuskritik daran anknüpft, dass dieselbe Konsumindustrie, die Übergewicht verursacht, Diätprodukte mit durchwachsener (hihi) Wirksamkeit verscherbelt, um dieses Übergewicht wieder abzubauen, dann wäre das ja tatsächlich etwas, dem ich zustimmen würde (nicht gemeckert ist Lob genug). Oder wenn es hauptsächlich um Mobbing ginge, oder darum, dass übergewichtige Männer keinen Grund haben, sich über übergewichtige Frauen zu beschweren. Aber nein, nichts davon, und Diäten sind auch nicht etwa schlecht, weil *Lufthol* Diätprodukte oft viel mehr versprechen als halten, was zu Frust führt, weil die Werbung Mobbern(m/w/d) in die Hände spielt, weil ein gesundes Körpergewicht nicht dazu dienen soll, dass man anderen gefällt, sondern sich selbst, weil Diätprodukte oft auch überteuert sind und weil man auch mehr Sport machen könnte, nein:

Weil pinkstinks will, dass man sich erstmal um pinkstinks(‚ politische Ziele) kümmert.

Naja, wenn eine Gesellschaft, die Männer zwangsrekrutiert, männerfreundlich sein soll, dann muss eine frauenfreundliche Gesellschaft eben Raubbau an der Gesundheit von Frauen fordern. Ist zwar Quatsch, aber immerhin logischer Quatsch.

5 Gedanken zu “Die Selbstbestimmung des eigenen Körpers

      1. Generisches Maskulinum wem generisches Maskulinum gebührt! Und weil die nur ihre nicht-männlichen Leser lieben, müssen ihre doch-männlichen Leser abnehmen. Gewichtsmäßig oder mengenmäßig.

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