Männerhass, ey!

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Feminismus: Darf man Männer hassen?

Um Arne zu zitieren:

Man könnte sich jetzt daran machen, das alles einzeln zu zerpflücken, aber das wäre ähnlich fruchtlos wie in einem antirassistischen Blogs ausländerfeindliche Ressentiments auseinanderzunehmen.

Andererseits wollte ich schon das Interview mit der Autorin zerpflücken, aber wegen der Zahlschranke dachte ich: „Guter Versuch, Zeit!“ Hasspredigen sollen nicht noch mit Geld belohnt werden, jedenfalls nicht mit meinem.

Die Feministin Pauline Harmange plädiert für Männerhass.

Es ist etwas repetiv, das zu wieder und wieder zu erwähnen, aber angenommen, der Hass richtet sich nicht gegen Männer, sondern gegen Chinesen, Schwule, Amerikaner, Muslime, Schwarze, Russen, Lesben, Juden, Fahrradfahrer, Ausländer, Sozialdemokraten oder Belgier – würde irgendeine halbwegs gescheite Zeitung eine pro-und-contra-Gegenüberstellung machen? Und jede dieser Gruppen ist zahlenmäßig kleiner, weniger diversifiziert und/oder hat eine Interessenvertretung, d.h., man könnte denen eher (verachtenswerte) gemeinsame Meinungen oder Ziele zuschreiben als Männern im Kollektiv. Nur, selbst da macht man es nicht.

Denn: Männer seien gewalttätige, egoistische, faule und feige Wesen.

Ja zu allem, außer dem gewalttätig: Es ist in 5.000 Jahren Militärgeschichte praktisch kein Fall dokumentiert, in dem eine Frau wegen Fahnenflucht hingerichtet werden musste. Bei Männern ist dies hingegen schon sehr oft vorgekommen. Ergo sind Frauen selbstloser, fleißiger und mutiger als Männer. Nur halt dementsprechend gewalttätiger.

Hat sie recht?

Spoilerwarnung: Nein!

Die französische Feministin Pauline Harmange (1995 geboren) hat in Frankreich für Aufsehen mit einem kleinen, 96-seitigen Manifest gesorgt

Ja, einfach „Buch“ klingt ja nicht spektakulär genug. Es muss ein Manifest sein.

Es heißt „Ich hasse Männer“ („Moi les hommes, je les déteste“) und erklärt, warum Männerhass emanzipatorisch ist. 

Sie hasst also auch Schwule, Juden und männliche Behinderte. Sowie die Mehrheit aller Obdachlosen. (Wenn es kein generisches Maskulinum gibt, sind Jüdinnen bei „Judenhass“ natürlich ausgenommen.) Hass auf Obdachlose und Behinderte hat eigentlich noch weniger mit Emanzipation zu tun als Jana aus Kassel mit Sophie Scholl, die immerhin beide was mit Flugblättern gemacht haben.

Die These: Viele Feministinnen glaubten, sie müssten ihren Männerhass verbergen, damit sie von Männern Unterstützung bekämen.

Also, diese These ist Quatsch. So viele Feministinnen verbergen ihren Männerhass gar nicht.

Männer stünden fürs Patriarchat, sie diktierten die Spielregeln und unterjochten Frauen.

Ja, schön, dass man hier mal Konjunktiv verwendet, um Meinungen anderer Leute wiederzugeben.

Hier hört leider der Gratisteil auf.

Daher noch zum Thema der angeblich nicht so gewalttätigen Frauen:

Frau attackiert Rabbiner

Der Rabbiner gab bei seiner Befragung an, dass die Passanten ihm nicht geholfen und weggeschaut hätten.

Weibliche Privilegien halt. Wenn jetzt eine meint, dass das nur daran lag, dass das ein antisemitischer Angriff war, und man jeden anderen Mann beschützt hätte, ich habe meine Zweifel.

Laut Polizei wurde dabei niemand verletzt.

Nun, liebe Frauen, ein Messer nicht zu benutzen ist NICHT dasselbe, wie kein Messer dabeizuhaben.

2 Gedanken zu “Männerhass, ey!

  1. Natürlich darf man Männer hassen. Männer dürfen auch Frauen hassen. Alles kein Thema und ehrlich gesagt, Gefühle kann man nicht unterdrücken. Entweder sind sie da oder nicht. Entscheidend ist, wie man sein Recht auf Hass ausübt. Hass durch Worte oder Taten verstoßen gegen geltendes Recht, wenn es nicht in einem demokratischen Kleid verpackt gesellschaftsfähig gemacht wird, wie es unsere feministischen Politiker*innen ständig vormachen. Welche Möglichkeiten bleiben den Männern ?
    1) Der demokratische Dialog
    Hier gibt es gute Ansätze z.B. in der Männerbewegung. Leider wird dieser Dialog seitens staatlicher Einrichtungen verweigert.
    2) Politisch-aktiver Widerstand
    Hier befinden wir uns auf rechtlich sehr dünnem Eis.
    3) Die Verweigerungshaltung
    Dies ist vermutlich die einzige Variante, die Männern bleibt, wenn der ständige Versuch in Punkt 1) blockiert wird. Eine Verweigerung von Männern, so zu funktionieren, wie die Politik sich das vorstellt – z.B. Partnerschaften einzugehen oder Kinder zu zeugen – und sich aus der Gesellschaft zurückzuziehen, führt über einen längeren Zeitraum irgendwann zu der Tatsache, dass alles den Bach runterläuft. Erste Zeichen sehen wir und werden wir auch noch sehen, wenn Deutschland als Industrienation noch stärker zurückfällt und demzufolge weiblicher Subventionismus immer stärker eingeschränkt werden muss, während die stille Eroberung Europas durch den Islam immer weiter fortschreitet. Eine korrigierende Politik wird immer der kleine Mann bezahlen müssen. Wie wäre es mal zur Abwechslung, wenn die kleine Frau dies täte ?

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