Toxische Männlichkeit ist ein blöder Ausdruck

Endlich sagt’s mal jemand.

„Toxische Männlichkeit“ ist ein Schlagwort, das in den letzten Jahren insbesondere über journalistische Texte Verbreitung gefunden hat.

„Schlagwort“ ist noch nett gesagt, aber danke dafür.

Doch was damit gemeint ist, hat sich in seiner kurzen Laufbahn bereits massiv verschoben.

Ja, genau.

 Anfangs nur lose an Begrifflichkeiten aus der soziologischen Geschlechterforschung angelehnt, wird mit „toxischer Männlichkeit“ heute zumeist etwas besprochen, das wissenschaftlich überhaupt nicht diskutiert wird.

Ja, EBEN! Ich finde es schön, wenn eine eher feministisch aufgestellte dergleichen auch mal anspricht.

Gleichzeitig konnte mit dem soziologisch anmutenden Ausdruck eine Vorstellung popularisiert werden, zumindest etwas an der Art und Weise, wie Männer ihr Mannsein leben, könnte zu gesundheitlichen Schäden führen – teils bei anderen, teils bei diesen Männern selber.

Was zwei Paar Schuhe sind. Und was ignoriert, dass andere davon auch profitieren, wenn Männer ihre Gesundheit riskieren.

Der Fokus weg von den konkreten Männern hin zu der kulturell geprägten Art und Weise, ihre Männlichkeit auszudrücken und zu leben, hat, das dürfte unumstritten sein, eine breite Diskussion um die Möglichkeit der Veränderung von Männern und um männliche Gewalt ausgelöst.

Ähh, was? Wann hat es je eine Diskussion über die Veränderung von Frauen gegeben? Oder weibliche Gewalt?

Denn, wenn inakzeptables männliches Verhalten wie Belästigung, Vergewaltigung und Mord nicht mehr Ausdruck von biologischen Geschlechterunterschieden, Hormonlevels oder gar von Anatomie und grober Mechanik ist,

Wohingegen dergleichen bei Frauen akzeptabel ist, weil… Frauen dürfen das halt. Oder werden jedenfalls milder bestraft. Oder harmloser beurteilt. Oder ihre Opfer werden nicht Opfer genannt. Also gut, wenn Mord, Vergewaltigung und Belästigung NICHT Ausdruck von Hormonunterschieden oder ähnlichem ist, dann müsste das bei beiden Geschlechtern gleich hart verurteilt werden, juristisch, moralisch und in der Schlagzeilenformulierung.

 dann können wir auf eine andere Männlichkeit pochen.

Könnt „Ihr“ sowieso. Wenn an männliche Täter härtere Maßstäbe als an Täterinnen gestellt werden, ist das auch so.

… im Bewusstseinsstand der breiten Bevölkerung ist beobachtbares und erlebbares männliches Verhalten unmittelbare Konsequenz biologisch-vergeschlechtlichter Existenz.

Das halte ich für ein Gerücht. Wenn Männer quasi per Geschlecht für triebgesteuerter gehalten würden als Frauen, wären das mildernde Umstände und würde regelmäßig zu mildere Strafen führen.

Wenn Männlichkeit keiner Kultur folgt, sondern einfach da ist, hat sie erstens keine Geschichte und Vergangenheit und damit, zweitens, keine Zukunft, die vom Status Quo verschieden sein könnte.

Ok, das wäre die Konsequenz, wenn man in der breiten Bevölkerung nicht nur so dächte, sondern wenn das auch so wäre. Jetzt ist aber zu beobachten, dass es zwar unterschiedliche Rollenerwartungen an die Geschlechter gibt, diese sich aber in relativ kurzen historischen Zeitrahmen ändern (können). Bspw. galten früher Männer, die nicht zur Armee gingen, als Feiglinge und Verräter.

Wenn es jedoch eine „toxische“ Männlichkeit gibt, dann muss es auch eine gute, schöne, konstruktive und für alle gewinnbringende Männlichkeiten geben.

In der Theorie schon, praktisch ist „toxische Männlichkeit“ reine Polemik. Niemand – oder hey, niefraud – die oder der den Begriff verwendet, hat je erklärt, was eine nicht-toxische Männlichkeit wäre. Was mMn daran liegt, dass, wenn man Männern oder Männlichkeit positive Eigenschaften zuordnen würde, im Umkehrschluss Weiblichkeit negative Eigenschaften zuordnete. Das hieße aber, dass Frauen negative Eigenschaften hätten. Also geht das nicht.

Diese Kritik an der Ahistorizität von Männlichkeit, also der Vorstellung, dass Männer und ihre Art Männer zu sein vor jeder veränderbaren Geschichte und Kultur existieren, teilt sich der Diskurs um „toxische Männlichkeit“ mit der kritischen Männerforschung

Die „klassische“ Rollenaufteilung – Männer sterben in der Schlacht und Frauen sterben im Kindbett – basiert in der Tat auf biologischen Unterschieden, die jede Kultur nur sehr schwer aushebeln kann. Außer unserer, wo die Kindersterblichkeit sehr gering ist, die Müttersterblichkeit auch, und die Kriegsführung kaum noch nahkampflastige Situationen erfordert.

Hier wurde „Männlichkeit“ unterteilt in verschiedene Männlichkeiten, die sich jedoch durch ihre prinzipielle Überlegenheit gegenüber Frauen auszeichnen.

Das ist Quatsch – alle diese Rollenbilder basieren auf der grundsätzlichen Verzichtbarkeit männlichen Lebens, und somit auf männlicher Risikobereitschaft und weiblicher Vorsicht.

Die Rede ist dort etwa von einer „hegemonialen Männlichkeit“, die über Geld, bürgerliches Ansehen, akademische Bildung, Haus, Garten, Auto, Ehefrau und Kinder verfügt.

Akademische Bildung ermöglicht Geld. Die restlichen Dinge in der Liste werden mit Geld ermöglicht.

Sie schafft es durch ihre Macht zu definieren, was Männlichkeit ist oder sein soll – nicht jedoch, ohne von anderen Formen der Männlichkeit entweder herausgefordert oder unterstützt zu werden.

Wenn Frauen einfach keine männlichen Akademiker mit Geld suchen würden, sondern Handwerker ohne, würden Frau und Kind kein Automatismus für Akademiker mehr sein.

So ist es die „marginalisierte Männlichkeit“, die mit einer eher kraftmeierischen Variante von Männlichkeit dagegen rebelliert, dass sie von den Machtmitteln der hegemonialen Männlichkeit ausgeschlossen ist.

Ok, Bildung ist in D. eine wichtige Voraussetzung für Wohlstand. Und Bildung hängt tatsächlich mit dem Elternhaus zusammen. Da es aber mehr weibliche als männliche Akademiker gibt, könnten die Akademikerinnen einfach Handwerker heiraten. Diese wären nicht mehr marginalisiert und die männlichen Akademiker nicht mehr hegemonial. Wieder ein Problem gelöst.

Marginalisierte Männer sind wesentlich stärker auf die unmittelbare, brutale Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen oder Schwule angewiesen.

Die allermeisten Männer sind das nicht. Aber ja, tolles Främing.

Die marginalisierte Männlichkeit erahnt, im Rennen um Männlichkeit den Kürzeren zu ziehen.

Im Rennen um Frauen. Männlich ist sie ja schon.

Marginalisierte Männlichkeiten empfinden zum Beispiel einen inneren Zwang dazu, Frauen auf der Straße zu belästigen, weil sie von Frauen und ihren Körpern an das eigene Versagen erinnert werden.

Warum heißen Männer plötzlich Männlichkeiten, Frauen aber nicht Fraulichkeiten? Egal. Aber ja, es gibt frustrierte Männer. Und viele von denen sind an ihrem Frust nicht unschuldig.

Über solche Unfreiheit wiederum kann die hegemoniale Männlichkeit nur lachen. Sie muss kaum unmittelbaren Zwang anwenden: Sexuelle Attraktivität generiert sie durch Geld, Status und Macht.

Wenn das funktioniert, ist das nicht die Schuld derer, die das ausnutzen. Aber ja, wenn man dumm, unsympathisch und häßlich ist, kann man als Mann immer noch mit Geld, Status und Macht punkten. Nicht alle Incels sind Arschlöcher, und nicht alle Arschlöcher sind Incels.

Doch wie passt nun die „toxische Männlichkeit“ in so ein soziologisches Konzept von Männlichkeit? Die Antwort ist: schlicht gar nicht.

Eben. Das ist keine Wissenschaft, sondern Polemik.

Die Männlichkeitsforschung versucht darzustellen, wie all diese Männer selbst in ihrem stetigen Konkurrenzkampf untereinander, der mitunter tödlich sein kann, gemeinsam profitieren:

Genau, „Versucht“, das stimmt nämlich nicht: Männer profitieren höchstens als Sieger, nicht gemeinsam, von dem Konkurrenzkampf. Frauen hingegen kriegen die Sieger ab.

„patriarchale Dividende“ nennt das etwa Raewyn Connell.

Aktionäre(m/w/d) kriegen ihr Geld ohne Konkurrenzkampf. Männer hätten also MEHR „Dividende“, wenn sie nicht im Konkurrenzkampf stehen.

Der Kampf unter Männern findet auf dem Rücken anderer Menschen statt, vor allem von Frauen.

Nein. Bzw., wenn Männer um irgendwas kämpfen, dann um Erfolg bei Frauen, oder um (theoretisch) Frauen und Kinder zu schützen, oder um Status, Macht und Geld, was – wie hergeleitet – zu Erfolg bei Frauen führen kann. Oder Frau und Kindern zugute kommt. Wenn Männer kämpfen, dann typischerweise gegen andere Männer. Dieser Kampf findet also auf dem Rücken anderer, schwächerer Männer statt.

Alle Männer, egal ob hegemonial oder marginalisiert, stellen ihre stetig vom Scheitern bedrohte Männlichkeit her, indem sie sich über Frauen erheben.

Eigentlich, indem sie sich über andere Männer erheben. Was jetzt in der Tat nichts neues und kulturübergreifend ist. Nur nehmen es sehr viele Frauen billigend in Kauf.

Dabei ist es völlig unbedeutend, ob sie Frauen und ihre Körper über Geld, Status und Einfluss an sich binden, oder ob sie sie zwingen, belästigen, sie schlagen oder vergewaltigen.

Wieso? Ob ich etwas tue, weil man mir Geld gibt, oder weil man mir Gewalt androht, ist ein sehr bedeutender Unterschied. Im letzteren werde ich genötigt und darf jemanden verklagen, weil Sklaverei abgeschafft ist. Oder generell, ob ich etwas aus Zwang mache oder weil man mit ein Leben in Wohlstand anbietet, was ich aber ausschlagen kann, ist der Hauptunterschied zwischen Glück und Unglück.

Sie sind auf die Ressource Frau angewiesen, auf Gedeih und Verderb.

Naja, geht so. Wie lange kann ein Mann ohne Frau leben – rund 100 Jahre, dann stirbt er an Alterschwäche. Und mit? Fünf Jahre weniger als sie.

Sich über diese Abhängigkeit hinweg zu täuschen und sich als unabhängige, autonome Subjekte zu beweisen, die über Frauen verfügen können, ist das täglich Brot aller Männlichkeiten.

Ja, manche Männer machen sich zu abhängig von Frauen. Andere Men Go Their Own Way. Fahrräder ohne Fische halt. Sollten Feministinnen Männer demnach nicht zur Unabhängigkeit von Frauen ermutigen?

Frauen werden benötigt, um sich zu bestätigen, nicht auf Frauen angewiesen zu sein. Alles, was weiblich anmutet, muss aus dem eigenen Charakter getilgt werden.

Okeee, manche Männer sind auf Frauen „angewiesen“. Manche betrachten sie auch mehr als „Statussymbole“ als als Menschen. Das ist aber beides nicht der Grund, alles, was weiblich anmutet, aus dem eigenen Charakter zu tilgen. Der Grund ist die Vermutung, dass stereotypisch weibliche Eigenschaften auf Frauen weniger attraktiv wirken würden. Woher diese Vermutung wohl kommt?

Das hat eine Vielfalt psychologischer Konsequenzen zur Folge, mit denen sich eine ganze Fülle von feststellbaren Geschlechterunterschieden erklären lässt

Männer werden zum Risiko erzogen, Frauen zur Vorsicht.

Männer sterben früher,

Weil sie mehr Risiken eingehen.

Männer gehen seltener zum Arzt,

Weil Frauen vorsichtiger sind.

Männer nehmen seltener Hilfe an

Risiko! (Sie kriegen aber auch seltener welche angeboten als Frauen.)

Männer morden mehr und werden häufiger ermordet, sie sind sowohl häufiger Täter als auch Opfer von physischer Gewalt.

Achwas? Na, wie übel für Frauen, wenn Männer nicht mehr mit Konkurrenzkämpfen untereinander befasst wären, was? Aber ja, Gewalt ist Risikoverhalten.

 Sie sind anfälliger für Sucht und Suizid, sie stellen den Großteil der in Gefängnissen lebenden Bevölkerung.

Tja, Risiko halt.

Männer sind für den überwältigenden Großteil von sexueller Gewalt verantwortlich,

Frauen kriegen Sex leichter, weil sie als das vorsichtigere Geschlecht es leichter haben, risikobereite Männer zu Sex zu überreden.

Männer vergewaltigen Kinder

Bei Frauen nennt man das „verführen“. Reines Främing.

und zetteln verbrecherische Kriege an.

Kriege sind sehr riskant. Aber Frauen haben natürlich nur legale Kriege angezettelt.

Und weil Männer einander nicht trauen, sind sie umso abhängiger von Frauen, denen sie sich öffnen können.

Das ist in mehrfacher Hinsicht Blödsinn:

  1. Männer misstrauen anderen Männern nicht grundsätzlich
  2. die meisten Männer teilen andere Männer in die Kategorien „vertrauenswürdig“ und „nicht vertrauenswürdig“ ein, diese Einteilung lernt man insbesondere bei der Truppe
  3. die Männer, die anderen Männer tatsächlich doch grundsätzlich misstrauen, misstrauen meistens allen anderen Menschen
  4. es gibt Männer, die zwar Frauen grundsätzlich misstrauen, aber Männern nicht (grundsätzlich)
  5. von der Risikobereitschaft her ist „sich öffnen“ eigentlich tatsächlich eher männlich, uneigentlich werden die meisten Männer nicht zu sinnlosen Risiken erzogen
  6. die Idee, dass Männer sich nur Frauen öffnen (könnten), ist sexistisch

 Diese ganze Palette von negativen Konsequenzen einer kulturell bedingten Männlichkeit sollte mit dem journalistischen Begriff der „toxischen Männlichkeit“ eingefangen werden:

Tja, erfolglos. Obwohl meine Kritik an dem Begriff eine völlig andere ist, dem Teil kann ich zustimmen.

Männer sind giftig, wie sie sind

Kein Mensch ist giftig.

sie müssen sich verändern.

Nuuun, wenn viele bis alle der kritisierten Eigenschaften erstens (von Frauen) anerzogen sind und/oder zwotens auf Frauen attraktiv wirken sollen – sollen Männer demnächst Sachen machen, die ihre Mütter UND ihre Freundinnen doof finden? Ich frage nur vorsichtshalber.

Doch die Logik, nach der männliche Vorherrschaft funktioniert, hat auch den Begriff der toxischen Männlichkeit geprägt

Hahahahahhaha. DER war gut. Der Witz war richtig gut.

Jede Männlichkeitsform grenzt sich von anderen ab und reklamiert für sich, die echte, unverfälschte Männlichkeit zu verkörpern.

Hmm, wie die männlichen Feministen?

Nur in diesem Konkurrenzkampf erzielen sie, unbewusst, die Herrschaft aller Männer über den Rest der Geschlechterwelt.

Wenn der Rest der Geschlechterwelt, insbesondere der Teil, der Männlichkeit eigentlich definiert (Frauen), sich selbst trotz dieses Kampfes nicht schafft, diese Herrschaft abzuschütteln, spräche das nicht gerade für diesen Rest. Also gibt es entweder diese Herrschaft nicht, oder sie hat andere Gründe.

Und in eben diesem Motiv hat sich die Männlichkeit dann auch auf die „toxische Männlichkeit“ gestürzt:

Eigentlich nicht, weil das „Stürzen“ daran liegt, dass damit auch solche Eigenschaften, die Männern zwar schaden, aber Frauen nützen (sollen) negativ gefrämt werden sollen.

Statt Männlichkeit in seiner Gesamtheit zu problematisieren, wurde aus toxischer Männlichkeit schnell eine spezifische Männlichkeit, die dann, in Abgrenzung zu anderen Männlichkeiten, angeblich giftig und gefährlich sein sollte.

Das geht bitte an alle, die sagen, dass nicht „alle Männer“ oder „jede Form der Männlichkeit“ gemeint sei – IHR seid Schuld, wenn Männlichkeit nicht in ihrer Gesamtheit problematisiert wird, Ihr miesen Verräter(m/w/d).

Es waren in der Männlichkeitshierarchie eher oben angesiedelte Männer, die … „toxische[n] Männlichkeit“ … in jenen Männern wieder zu erkennen, von denen sie sich ja eh abgrenzten.

Hihi. Die Bevölkerungsgruppe, die sich in der sogenannten „toxischen Männlichkeit“ am wenigsten erkennen und sich daher für die besseren Menschen halten, ist die der Frauen.

Sie fühlten sich nicht nur nicht getroffen vom Vorwurf, toxisch zu sein,

Kein Mensch ist toxisch! Nebenbei, DAS geht an alle, die meinen, mit „toxischer Männlichkeit“ seien nicht die Männer selbst gemeint.

In der Prävention sexueller Gewalt schlägt sich diese Kritikabwehr in Mottos wie „real men don‘t rape“ nieder

Ja, das geht in Richtung des „wahren Schotten“-Arguments. Eigentlich müsste es heißen: „Nicht nur Männer vergewaltigen“.

Dass „echte Männer nicht vergewaltigen“ könnte schließlich genau so gut das Motto eines antifeministischen Kongresses sein.

Keine Ahnung, ich bin nie auf solchen Kongressen. Aber die „echte Männer“-Argumente sollen an ein wieauchimmer gedachtes Männerbild appellieren UND zugleich ein bestimmtes Narrativ über Frauen reproduzieren. Beides ist abzulehnen.

Damit ist der kritische Stachel, der „toxische Männlichkeit“ im journalistischen Diskurs um Feminismus mal bedeutet hat, gezogen.

Selber Schuld. Wer hat sich denn einen so hochproblematischen, polemischen und menschenfeindlichen Kampfbegriff ausgedacht, dass ihn sich niemand ernsthaft ans Bein binden wollte?

Wollte man bei der verwendeten Semantik bleiben, müsste man eigentlich von „Toxizität der Männlichkeit“ sprechen, um den Ausdruck noch irgendwie zu retten.

Macht doch. Ist genauso scheiße, aber hey, Props für Konsequenz.

Dazu fügt sich das Wort viel zu passgenau in das Weltbild der Konsument:innen dieser Medien ein. Die lassen sich von B wie bento bis Z wie ze:tt liebend gern ihr Lebensgefühl verkaufen, als Gymnasiast:innen besser als der Pöbel zu sein.

Tja, bento ist pleite, ze:tt geht’s auch nicht gut, und ich fühle mich als Ex-Gymnasiast trotzdem beleidigt.

„Toxische Männlichkeit“ ist dann nur ein weiteres Mittel, angeblichen Assis die Scheiße anzuhängen, die man selber anstellt.

Wie wahr, wie wahr. Böse (Ex)-Gymnasiastinnen.

Ein Gedanke zu “Toxische Männlichkeit ist ein blöder Ausdruck

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