Weltkindertag

War gestern. Also nach Weltmännertag. Fragen wir uns also, warum es Männern schlechter geht als Kindern.

wie hier

mal darüber reden, wieso Männer

– ohne biologischen Grund im Schnitt früher sterben,

– häufiger alkoholkrank sind,

– häufiger in‘s Gefängnis kommen und

– wieso psychische Krankheiten bei ihnen immer noch tabuisiert werden uvm.

Kinder sterben normalerweise nicht an Altersschwäche, Kinder dürfen keinen Alkohol trinken, Kinder sind nicht strafmündig, aber bei den psychischen Krankheiten kann es sein, dass die tatsächlich genauso tabuisiert werden.

Hurra für Kinder, Kinder haben es besser als Männer.

Ansonsten wird Kindern etwas beigebracht, was schätzungsweise 95% aller tatsächlichen und vermeintlichen Verhaltensunterschiede zwischen Männer und Frauen ausmacht.

Mädchen werden zur Vorsicht erzogen, Jungen zum Risiko. Und da das recht universal ist, ist es fast egal, ob das genetische Gründe hat; es gibt keine bekannte Kultur, die beide Geschlechter zum gleichen Risikoverhalten erzieht, oder die Mädchen zum Risiko und Jungen zur Vorsicht erzieht. Jediglich der Kipppunkt, welche Risiken bei Frauen als „zu groß“ bzw. welche Sicherheit bei Männern als unakzeptabel gelten, schwankt.

Das einzige Geschlechterklischee, dass nicht auf der Risiko-Vorsicht-Achse liegt, was mir spontan einfällt, ist das, dass Männer angeblich besser in Mathe seien. Mathe ist kein Risiko.

Und wenn ich sage, dass es egal sei, ob das genetischen Gründe hat, meine ich nicht, dass das keine biologischen Gründe hätte – durch diese Erziehung soll dafür gesorgt werden, dass bei Katastrophen sich die Frauen um ihre Kinder oder sich selbst kümmern, die Männer aber um „Frauen und Kinder zuerst!“, so dass mehr Frauen als Männer überleben und sich die Population schneller erholen kann.

Jedenfalls sind die obigen Fragen direkt oder indirekt durch die Risiko-Vorsicht-Achse erklärlich:

  • früher sterben ist eine direkte Folge riskanten Verhaltens
  • Alkoholkrankheit ist eine Folge von Alkoholtrinken, was ein riskantes Verhalten ist; gilt sinngemäß für jede Droge
  • häufiger ins Gefängnis zu gehen ist einerseits die Folge davon, dass es eben riskant ist, Verbrechen zu begehen; andererseits springen bei weiblichen Angeklagten auch die Beschützerinstinkte der Gerichte an
  • psychische Krankheiten sind teilweise das Resultat des Stresses, den man mit riskantem Verhalten hat, andererseits ist es natürlich ein Zeichen von Vorsicht, ggfs. in Therapie zu gehen

Die Liste wäre noch erweiterbar.

2 Gedanken zu “Weltkindertag

  1. Also ist doch die bis heute verwurzelte Vorstellung zutiefst archaisch und genderungerecht, dass bei der Rettung von Menschen zuerst an die Frauen, dann an die Frauen, dann an die Kinder und dann vielleicht an die Alten und Hilflosen gedacht werden sollte.

    In einer globalisierten Acht-Milliarden-Menschen-Welt gibt es keinen Grund, dass eine junge kräftige Frau gegenüber Kind oder Greis oder womöglich Mann zu bevorzugen sei bei einer Rettung.

    Worauf basiert also die feministische Behauptung von der höheren Wertigkeit und Schutzbedürftigkeit des weiblichen Lebens heute?

    Ich erkenne da keinen Grund. Selbst wenn Jan Hofer noch so oft in der Tagesschau nach einem Terroranschlag die Formulierung bringt, unter den Opfern seien auch viele Frauen und Kinder. Kinder würden reichen…

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  2. häufiger ins Gefängnis zu gehen ist einerseits die Folge davon, dass es eben riskant ist, Verbrechen zu begehen; andererseits springen bei weiblichen Angeklagten auch die Beschützerinstinkte der Gerichte an

    Nicht nur der Gerichte, sondern allgemein der Exekutive.
    Es gibt genügend Beispiele, wo Männer in Verdacht geraten, eine Straftat begangen zu haben (oder begehen zu wollen), während Frauen vollkommen unbehelligt bleiben oder sogar noch als Opfer angesehen werden. Während echte Opfer, nur weil sie männlich sind, als solche nicht oder fast gar nicht wahrgenommen werden.
    Bei Arne (genderama.blogspot.com) gab es vor einigen Wochen einen Leser, der über seine Erfahrnungen (oder die eines Freundes?) berichtete, wie die Polizei mit männlichen Opfern häuslicher Gewalt umgeht.
    Mit viel Glück wird man nur nicht ernst genommen, im schlimmsten Fall wird man zum Täter gemacht. Der Regelfall ist, dass der Mann das Haus bzw. die Wohnung verlassen muss.
    Und natürlich die Kinder mit der gewalttätigen Mutter allein gelassen werden.

    Männer werden auch gerne mal zusammengeschlagen, weil man sie für einen bösen Kinderschänder hält, weil sie mit ihrer Tochter Hand in Hand irgendwo lang gehen. Und als Mann vermeidet man am besten den Aufenthalt in der Nähe von Kinderspielplätzen oder Kitas (siehe Vetters Law Blog), sonst wird auch gerne selbst bei einem Senior gerne mal eine Personenkontrolle durchgeführt.
    Frauen hingegen können ruhig mit Kindern wegspazieren – selbst wenn es nicht die eigenen sind.
    Es käme niemand auf die Idee, sie als pädophil oder ähnliches einzustufen.

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