Die Macht des Superjesus

Ist ein bisschen älter, aber dumme Fragen erfordern schlaue Antworten:

Männer, warum stemmt ihr euch gegen ein moderneres Rollenbild?

Weil es bei Frauen nicht so gut ankommt, wenn die einen einladen müssen? Nur so eine Theorie.

Eigentlich wurde der moderne Mann schon im Neuen Testament erfunden.

Ja, sehr modern.

Doch noch immer propagieren Intellektuelle ein traditionelles Machotum, das dem Zusammenleben schadet.

Mit ’nem Bier in der Hand diskutieren sie, ob sie lieber Atheisten oder Agnostiker sind. Wo ist da jetzt der Widerspruch? Es gibt keinen. Außer vllt., dass „Intellektuelle“ sich ihren IQ lieber mit Wein runterdrehen…

Ostern ist eine hervorragende Zeit, um über Männer nachzudenken.

Gut, dass jetzt nicht Ostern ist.

Ausreichend Zeit, sich klarzumachen, dass Jesus gewissermaßen der erste Mann war, der sich von dem, was man heute als toxische Männlichkeit bezeichnet, befreit hat

Ein Mann, der lieber nicht zum Arzt geht, um anderen nicht zu Last zu fallen, hat einen ungesunden Mangel an Egoismus. DAS war das eigentlich „toxische“ in „toxischer Männlichkeit“. Außerdem ist das Blut Jesu toxisch für Vampire. Kein Mensch ist toxisch, aber Jesus ist mehr als ein Mensch. Und Vampire sind überhaupt keine Menschen.

Er kam zu uns, die rauen Botschaften des Alten Testaments durch eine Liebesbotschaft zu ersetzen.

Ja, aber trotzdem hat da jemand nicht gaaanz verstanden, worum es bei der sogenannten toxischen Männlichkeit geht. ODer bei Jesus. Oder bei beidem.

Er trug die Haare lang und das Markenzeichen seiner Gesichtszüge ist bis heute diese männliche Weichheit.

Ja, er war kein Skinhead. D’oh.

Er begeisterte Menschen für seine Ideen, er war das, was man auf Denglisch als „Leader“ bezeichnen würde.

Alpha-Tier? Ja, Jesus war wohl ein Volcel, von daher nicht diese Art von Alpha-Tier, aber hey.

Wer die Geschichte Jesu kennt, der wundert sich, wie heftig derzeit die Debatten über die neue Männlichkeit geführt werden. Hätte man die Botschaft Jesu ernst genommen, wäre der neue Mann schon mit dem Neuen Testament erfunden gewesen.

Ja, diese Opferbereitschaft, Leiden für die Gesellschaft, das ist doch GENAU das Problem. Oder einfach alles Hinschmeißen, yäy. Wieso sind nicht alle Männer wie Jesus? Weil Jesus kein gutes Heiratsmaterial ist.

Ausgelöst hat diese Panik vor dem neuen, weichen Mann ein Begriff, der, obwohl nicht neu, mit einem Schlag in fast allen Diskursen über Geschlechtergerechtigkeit zu hören ist: Die Rede ist von der toxischen Männlichkeit.

Kein Mensch ist toxisch. Jesus hat eigentlich auch kein neues Männer- oder Frauenbild propagiert.

Irgendwas .. APA … der slowenische Philosoph Slavoj Žižek … Jordan Peterson

Was die mit Jesus zu tun haben? Keine Ahnung. Offenbar war dem Sex nicht so wichtig. Oder eine neue Gesellschaftsordnung – das Individuum soll ein besserer Mensch werden, nicht die Gesellschaft oder der Staat eine bessere Gesellschaft oder ein besserer Staat. Ok, brutale Hinrichtungen fand Jesus auch nicht direkt toll, aber, wie heißt es so schön? Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes…

Die Diagnose von der toxischen Männlichkeit beschreibt provokativ Verhaltensmuster, die als männlich behauptet und von Männern reproduziert werden.

Verletztlichkeit zulassen anstelle sich dagegen zu wehren oder davor wegzulaufen? Ja, das können nur die fordern, die mich verletzen wollen. Aber zum Glück ist Jesus ein kompromissloser Weltverbesserer gewesen. Das mit den Verletzungen war irgendwie nur nebenbei.

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