Feminismus vs. Kapitalismus

Wer wird noch stehen, wenn der Staub sich legt?

Mortal-Kombat-Theme! FIGHT!

Seit der feministischen Welle, die mit den Studierendenprotesten der 1968er Jahre begann, ist eine wichtige Frage: Geht Feminismus und Kapitalismus überhaupt zusammen?

Da man Euch noch nicht verboten hat, ist die Antwort offensichtlich: Ja.

Was verschiedene Gründe hat, aber die Idee hinter dem Kapitalismus ist, dass alle Marktteilnehmer sein können, und das ist ein generisches Maskulinum, also auch Frauen dürfen am Markt teilnehmen. Und halt ein eigenes Konto haben.

Werden Frauen in kapitalistischen Systemen nicht immer ausgebeutet?

Nein. Genausogut könnte man fragen, ob Männer in kapitalistischen Systemen nicht immer ausgebeutet werden.

Wenn wir ins Jahr 2020 springen – mit den Theorien der 68er beschäftigen wir uns später – ist das eine spannende Frage.

Naja, wenn hier in D. jemand ausgebeutet wird, dann sind das die osteuropäischen Werktätigen, die hier für Geld arbeiten, mit dem man in sagen wir Rumänien Essen und Miete bezahlen kann, aber nicht in D., d’oh.

Wir leben seit der Industrialisierung im 18. Jahrhundert im Kapitalismus.

Also, ich nicht. Ich bin im 20. Jhdt. geboren worden. Und einige von „uns“ haben Gleichschaltung und Planwirtschaft erlebt.

In diesem haben Menschen, vor allem in westlichen Industrienationen, insgesamt an Wohlstand gewonnen, Sterberaten (insbesondere beim Gebären) sind gesunken und Frauenrechte haben zugenommen.

Ja, nicht nur Frauenrechte. Wahlrecht generell ist eine Folge davon, dass Untertanen zu Bürgern wurden, was in D. zumindest stark mit dem Übergang vom Agrarstaat zur Industrienation zusammenhing. Aber Kapitalismus ist NICHT automatisch Demokratie.

Seit 1977 haben verheiratete Frauen in Deutschland vollen Zugang zu Konten und Kapitalerwerb.

Ja, das ist der Vorteil an Demokratie + Kapitalimus. Ohne Frauenwahlrecht gäbe es kein Recht auf ein Konto, ohne Kapitalismus keine Notwendigkeit dafür.

Durch die generelle Steigerung an Wohlstand und Gesundheit wurde es mehr Menschen ermöglicht, Schulbildung und Studium wahrzunehmen, so dass der Bildungsgrad in Deutschland stark anstieg.

Naja, eigentlich, weil der Kaiser mehr Arbeiter als Bauern brauchte, und die müssen wenigstens Lesen und Schreiben können. Aber Wohlstand und Gesundheit sind auch was Gutes. Letzteres mehr das Ergebnis von wissenschaftlichen Fortschritt, was ebenfalls nicht dasselbe wie Kapitalismus ist.

Dies führte auch zur Forderung nach mehr Rechten und Teilhabe, insbesondere von und für Frauen. Immer mehr Frauen finden Zugang zu Führungsetagen von großen Unternehmen und in die Politik.

Naja, NSdAP und SED waren schon SEHR männerlastig, was die Frage aufwirft, welche Gesellschaft die repräsentieren sollten, aber andererseits wollten die niemanden repräsentieren als sich selbst, also alles richtig gemacht.

Man könnte also meinen: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Wieso? Gleichberechtigung ist erreicht, weil Frauen und Männer dieselben Rechte haben, bzw. im Detail Frauen mehr.

Aber auf diesem sind noch große Distanzen zu überwinden. Weiterhin arbeiten die meisten Frauen in Teilzeit und verdienen im Durchschnitt insgesamt deutlich weniger als Männer:

Hachja. Bitte. Niemand zwingt Frauen, Teilzeit zu arbeiten. Wenn Frauen wegen einer vermeintlichen oder tatsächlichen Erwartungshaltung das doch tun, liegt es in ihrer Verantwortung, das zu ändern.

 Vor allem, weil die Tätigkeitsbereiche, die ihnen schon in der Kindheit nahegelegt werden (Soziales, Pflege, Dienstleistungen), weniger wertgeschätzt und entlohnt werden als traditionell männliche Berufe.

Im Kapitalismus geht es nicht um Wertschätzung, sondern um Angebot und Nachfrage. Außerdem sind Löhne und Gehälter kein Geheimnis. Außerdem können Erzieherinnen, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen für höhere Löhne streiken. Es ist nicht die Aufgabe „der“ Männer oder „der“ Gesellschaft, den Arbeitskampf anderer Leute zu führen. Vor allem, wenn man in einem Land mit Kapitalismus und Demokratie lebt.

Frauen sind nach wie vor eher von Altersarmut betroffen und die meisten Alleinerziehenden sind Frauen, was Überlastung und mangelnde Karrierechancen bedingt.

Das kommt davon, wenn man kein automatisches Sorgerecht für beide Eltern auch nur in Erwägung zieht.

Wenn ein heterosexuelles Paar zusammenlebt und Kinder hat, leistet die Frau bis zu 50% mehr Haushalts- und Care-Arbeit als der Mann.

Auch hier: niemand zwingt sie.

In den meisten systemrelevanten Berufen, in denen man direktem Menschenkontakt und somit gesundheitlicher Gefährdung ausgesetzt ist (Supermarktkassierer*innen, Pfleger*innen), arbeiten zu 80% Frauen, oft migrantisch.

Ist doch gut – Männer sind von Corona stärker betroffen, da ist es doch nur fair, wenn das Geschlecht mit dem kleineren Risiko sich dem größeren Menschenkontakt aussetzt.

Auch ist das Frauenbild, mit dem im Kapitalismus für Konsum geworben wird, oft darauf ausgelegt, Frauen zu ständiger Optimierung in Form von Attraktivität und Verschönerung zu bewegen.

Ja, Werbung dient nicht dazu, dass Menschen sich glücklich fühlen. Glückliche Menschen haben definitionsgemäß weniger Bedürfnisse und sind deshalb grundsätzlich schlechtere Kunden. Aber auch hier gilt, das so ein Plakat keinen Zwang ausübt.

Im Spätkapitalismus, in dem wir leben,

Wieso Spätkapitalismus?

werden 80% der Waren und Dienstleistungen von Frauen konsumiert.

Hahahahahahahahhaha. Wie kommt es, dass die Gruppe, die eigenen Angaben zufolge „deutlich weniger“ verdient als die andere, zahlenmäßig etwas kleinere Gruppe, VIERMAL so viel Geld ausgibt?

Somit ist er vom Drang von Frauen, zu konsumieren, abhängig.

Tja, niemand zwingt Euch. Ihr könntet ja auch einfach genauso viel Geld ausgeben, wie ihr verdientet…

Es herrscht in vielen männlich dominierten und geführten Unternehmen nach wie vor eine klare Vorstellung davon, wie diese zum Konsum bewegt werden sollen.

Tja, und diese Unternehmen werden entweder ihre Vorstellungen ändern oder pleite gehen, sobald IHR Euer Konsumverhalten ändert. 80% machen deutlich mehr aus als die 20%, die Männer beitragen. (Eure Zahlen, nicht meine…)

Diese Vorstellung ist geformt von gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen, in denen Männer Firmen leiten oder sonst wie Geld machen können, weil ihre Frauen die unbezahlte Care-Arbeit zu Hause übernehmen.

Die Frauen der Männer, die Firmen leiten, mit Verlaub, geben einen Teil ihrer 80%!!! aus, um Leute zu bezahlen, die Care-Arbeit verrichten. Ansonsten ja, die Idee, dass Männer Geld nach Hause bringen und Frauen es wieder ausgeben, ist tatsächlich gesellschaftlich gewachsen. Wäre es Euch umgekehrt lieber?

Da sie ihrem Mann den Haushalt führen, können Frauen oft nur Teilzeit arbeiten. Sie bleiben somit von ihm und seinem Geld abhängig.

Joah. 80%. Achtzig. Prozent. Denkt Euch die 80% doch einfach als Gehalt für Haushaltsführung, Kindererziehung und sonstige Care-Arbeit. Dann ist die nicht mehr unbezahlt.

Anstelle eines Bildes der Frau als „Macherin“ oder Chefin findet sich in der Wirtschaftswerbung eher das als Dekoration und Hilfe des wieder.

Ja, stimmt. Kauft Euch für Eure 80% doch protzige Uhren oder teure Karossen, wie das die männlichen Macher und Macker machen.

Es kann durch seine Abwertung und Objektifizierung von Frauen auch sexistische und übergriffige Handlungen wie Gewalt gegen Frauen begünstigen.

Schwafelschwafel, schwafel-schwafel. Die gut aussehenden, sportlichen Männer in der Werbung wertet Männer aber nicht ab, weil…?

Insbesondere da unsere heutige Wirtschaftsform und ihre Werbung viel Druck auf Männer ausüben, als Hauptverdiener, „Macher“, als erfolgreicher und starker Mann die als eher zart und inkompetent gesehene Frau durch den Lebensdschungel zu leiten.

„Geb Ihr Dein GELD! Sie ist zart und inkompetent!“ Klingt nicht ganz schlüssig, ehrlich gesagt.

Männer kompensieren ihre Überlastung öfter mit Gewalt als Frauen.

Anstatt ihnen das Haushaltsgelt zu kürzen. Mh-m.

Ein weiteres Problem unseres heutigen Kapitalismus‘, das sich auch auf die Gleichberechtigung auswirkt, ist die Zerstörung der Umwelt zugunsten des Wirtschaftswachstums.

Das ist weder Folge noch Ursache von mangelnder Gleichberechtigung.

Denn auch in Schwellen- und Entwicklungsländern, die vom Klimawandel besonders betroffen sind, sind Frauen von Armut stärker betroffen als Männer.

Weil DA die Männer den Frauen nicht so viel Geld abgeben? Egal, allzeit beachte: Frauen besonders betroffen.

Weiterhin führt die geringe Wertschätzung von Care-Arbeit (reproduktiver Arbeit) gegenüber wirtschaftlichen Tätigkeiten (produktive Arbeit) zu einer Verschiebung: Selbst, wenn Frauen von Care-Arbeit „aufsteigen“ in den produzierenden Sektor, müssen sie zuhause Menschen einstellen, die diese übernehmen.

Das stimmt zwar, aber wo ist genau das Problem? Wenn man sieht, zu welchen Preisen man Menschen findet, die einem die Care-arbeit abnehmen, sieht man zugleich, welchen Wert man selbst dieser Care-Arbeit zuweist. Aber gut, liebe Teilzeit-Hausfrauen, stellt doch – ganz kapitalistisch – Eurem Mann eine Rechnung: ihr arbeitet soundsoviel Wochenstunden an haushaltbezogenen Tätigkeiten. Pro Stunde verlangt Ihr – Preis einsetzen, den IHR haben wollt – zahlbar im Voraus monatlich. Das wird mindestens eine von folgenden Folgen haben:

  • Euer Mann überweist Euch das Geld
  • Euer Mann verhandelt nach, aber überweist Euch das Geld, auf das Ihr Euch einigt
  • Euer Mann arbeitet mehr zuhause, sofern jede Stunde, die er arbeitet, Euch nicht bezahlen muss
  • Euer Mann stellt Euch eine Stechuhr auf – gute Freundschaft, gute Rechnung
  • Euer Mann bezahlt für bestimmte Aufgaben oder alle eine Putzfrau, Pflegekraft oder wasauchimmer, die günstiger ist als IHR
  • Euer Mann erwartet von nun an, dass Ihr Euch an Miete, Strom, Gas und sonstige Haushaltsausgaben beteiligt, sofern Ihr das nicht schon tut; Kapitalismus hat viele Vorteile, aber Romantik gehört nicht dazu
  • Euer Mann verlässt Euch und sucht sich eine andere – Angebot und Nachfrage

Das sind meist migrantische, prekär arbeitende und gering verdienende Frauen. So verschiebt sich die Ungleichgewichtung von weißen Männern auf weiße Frauen, dann von weiße auf migrantische Frauen.

Migrantische Frauen aus Polen sind auch nicht unbedingt direkt PoC. Aber ja, DAS ist das, was passieren könnte/würde.

Gleichzeitig kann gesellschaftlicher Protest durch die freie Marktwirtschaft auch Verbreitung finden.

Jein, das liegt an der Meinungsfreiheit. Der Kapitalismus im 18. und 19. Jahrhundert hätte darüber nur gelacht.

Während „Feministin“ vor wenigen Jahren noch ein Schimpfwort war

Nein, war’s nicht. Es wurden Feminitinnen so genannt, nicht Frauen, die man einfach nicht leiden konnte. Wenn sich das jetzt geändert hat, tja, nunja…

Es gäbe also Möglichkeiten, die Kanäle des Kapitalismus zu nutzen, um Frauen zu ermächtigen und ihre Rechte einzufordern.

Die Kanäle des Kapialismus? Hier, freie Berufswahl, Streikrecht, freie Wahlen – das gehört ALLES zur Demokratie, nicht zum Kapitalismus. Leute, den Kapitalismus kritisieren, aber ihm Credit geben für Dinge, die ihm nur bedingt „gehören“ – Euer Ernst, verdammt noch mal?

Dabei müssten Wege gefunden werden, die Abhängigkeit des Kapitalismus von einem devoten Frauenbild zu stoppen,

Er ist davon nicht abhängig. Unterdrückte weiße, männliche Arbeiter wären genausgut.

sowie die Ressourcenvernichtung und Umweltzerstörung durch ständiges Wachstum zu unterbinden.

Ständiges Wachstum ist aber schon wichtig für den Kapitalismus. Aber ja, man müsste Ressourcen und Umwelt irgendwie schützen.

Das sind große Fragen für volks- und betriebswirtschaftliche Debatten, die über medial-gesellschaftlichen Druck vorangetrieben werden müssen.

Ja. Aber lernt doch bitte trotzdem erstmal den Unterschied Kapitalismus-Demokatie.

Die Proteste der 1968er bezogen sich auf sozialistische Argumente, die unter anderem aus den Schriften von Friedrich Engels entwickelt wurden

Nuuun, was aktuelleres habt Ihr nicht? MINT-Fächer entwickeln sich schneller weiter als der Sozialismus. Deshalb werden MINT-Fächer Probleme lösen, von denen Engels nichts wusste.

In „Der Ursprung der Familie, des Eigentums und des Staats” argumentiert Engels, dass Frauen in dem Moment, in dem Privateigentum vorliegt und angehäuft wird, Menschen zweiter Klasse werden.

Ja, dann. Wenn „Zweite Klasse“ bedeutet, dass man viermal so viel Geld zum Konsumieren hat wie Männer, die wievielte Klasse sind dann Männer?

Denn männliche Besitzer wollen wissen, wer ihre Kinder sind, somit, über welche Arbeitskräfte sie verfügen und wem sie ihren Besitz vererben können, damit sie im Alter von den zukünftigen Erben betreut werden.

Solche Probleme stellen sich nicht, wenn Frauen auch Besitz erwerben. ODer jedenfalls ACHTZIG PROZENT davon. Außerdem, Mater semper certa.

Die Produktion wird in die männliche Sphäre verlegt, Frauen in die Heimarbeit (mit Kindern und in soziale Dienstleistungen) verbannt, die monogame Ehe wird unabdingbar.

Letzteres nicht, ein reicher Mann könnte seinen Reichtum in mehrere Frauen investieren, umgekört könnten sich mehrere Männer eine Frau teilen. Engels hatte sehr wenig Fantasie.

Die evolutionäre Entwicklung vom Nomaden zur sesshaften Agrarwirtschaft hätte somit das Patriarchat begründet.

Die Existenz von matriarchischen oder matrilinearen Bauerngesellschaften widerlegt das nicht, weil???

Friedrich Engels und Karl Marx‘ Schlussfolgerung hieraus war die Notwendigkeit der Kontrolle von Ressourcen und Produktion durch viele oder alle, nicht den einzelnen Mann.

Diverse 1968 noch laufende Versuche, das umzusetzen, sind inzwischen gescheitert. Aber, wenn das ein Trost ist, die Frauen in der DDR hatten nicht so viel Geld für Konsumgüter ausgegeben wie in der BRD, also war das für Frauen auch nicht besser.

Seiner Grundtheorie widersprechen würde die Schrift „Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft“ des Ethnologen Claude Lévi-Strauss, der die Unterdrückung und den Handel mit Frauen als Basis jeder Form von Kultur beschreibt

Jede Kultur? Auch die der alten Ägypter, wo Geschwister heirateten? Nebenbei meinte Lévi-Strauss nicht den Handel von Frauen gegen Geld oder andere Tauschobjekte, sondern mehr „Deine Tochter heiratet meinen Sohn, und meine Tochter Deinen.“, wodurch verwandschaftlicher Zusammenhalt und Stabilität erzeugt werden sollte. Das ist – natürlich – genausosehr Unterdrückung der Frau wie die des Mannes, weil beide Geschlechtern ein recht überschaubarer Pool an potentiellen Partnern „angeboten“ wird. Främing, ey.

as größte „Geschenk“, das zur Befriedung von und langfristigen Beziehung mit feindlichen Völkern oder Stämmen gemacht werden konnte, war die Gabe der eigenen Tochter, die wiederum Kinder gebären konnte.

Wenn man seine Tochter nicht liebte, würde die andere Partei sie nicht als Geisel akzeptieren. Aber bei Lévi-Strauss ist das hauptsächlich Kreuzkusinenheirat, NICHT Heirat in andere Stämme oder Völker.

Nun könnte man argumentieren, dass Kulturen zwar mithilfe von Unterdrückung und Nutzung von Frauen als „Ware“ aufgebaut wurden, wir diese heute aber nicht mehr brauchen (wir haben diplomatische Dienste, Twitter, weibliche Staatsvorstände und Raumfahrerinnen).

Das Argument hier ist, dass DAS „heute“ nicht mehr praktiziert wird. Also schon ’68 nicht mehr. Aber wenn man jemanden – aus Absicht oder Versehen – falsch wiedergibt, was sollen da noch Argumente?

Ebenso kann die Kontrolle von Produktion und Ressourcen Staaten und Unternehmensvorständen übertragen werden, die divers und paritätisch regiert oder besetzt werden.

Das ist der Irrtum von Gruppendenken und Identitätspolitik: eine Schwarze im VW-Vorstand hat die Interessen des VW-Konzerns im Blick, genauso, wie ein Wham in derselben Position. Beide würden die Interessen der VW-Angestellten gegen die Interessen der VW-Aktionäre(m/w/d) abwägen. Es ist daher ziemlich egal, ob der VW-Vorstand paritätisch besetzt ist.

Dies kann unter Zwang (Quoten) oder durch gesellschaftlich-medialen Druck geschehen. Für letzteres brauchen wir Bildung, Partizipation und Initiativen, die in den Medien laut werden.

Oder, man erschießt den vorstand und ersetzt ihn durch Leute, die auf Linie sind. Hat doch schon mal geklappt, oder? ODER?

Da uns bei Pinkstinks bisher kein real gelebtes System bekannt ist, in der mehr Meinungsfreiheit möglich ist als in der sozialen Marktwirtschaft, arbeiten wir erstmal weiter innerhalb des Systems, das wir kennen.

Meinungsfreiheit ist NICHT die Folge von sozialer Marktwirtschaft. Insofern sagt es nicht viel über alternative Systeme aus, dass die bei Pinkstinks keine anderen kennen.

Letztens bei Twitter: Im Kapitalismus darf man eine Kommune gründen, im Kommunismus aber keine Kapitalgesellschaft.

6 Gedanken zu “Feminismus vs. Kapitalismus

  1. »Bei der Nahrung handelt es sich aber weit mehr um die Qualität als die Quantität, viel hilft nicht, wenn das Viele nicht gut ist. Die Qualität wird aber durch die Art und Weise der Zubereitung bedeutend verbessert. Nahrungszubereitung muß ebenso wissenschaftlich betrieben werden wie andere menschliche Tätigkeiten, soll sie möglichst vorteilhaft sein. Dazu gehört Wissen und Einrichtung. Daß unsere Frauen, welchen gegenwärtig die Nahrungszubereitung hauptsächlich zufällt, dieses Wissen oft nicht besitzen und nicht besitzen können, bedarf keines Beweises mehr.«
    August Bebel, Die Frau im Sozialismus

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