„Woher kommst Du?“

Ohne dass ich mich direkt als Rassismusopfer sehe, die Frage, woher ich käme, habe ich als Kind schon oft gehört, und durch die Haare gestrichen zu werden, ist mir da auch oft genug passiert. Und ja, das war im Urlaub, aber mein Argument hier ist nicht: „Weil ich es harmlos fand, ist es nicht schlimm.“ Mein Argument ist: „Weil ich ersteres nervig fang und letzteres EXTREM ätzend, bin ich der Ansicht, dass beides – wenn auch zu unterschiedlichen Graden – schlimm ist.“

Also mache ich beides nicht.

Ich stelle fest, dass ich niemanden nach ioser Herkunft fragen muss, oder ob soe einen Migrationshintergrund hat oder nicht. Sich nicht für andere Menschen zu interessieren, macht das Leben schon recht einfach, aber wenn man sich für andere interessiert, dann sicher nicht wegen Small-Talk-Kram. („Aber Mycroft, ganz viele Menschen führen Small-Talk, um soziale Kontakte zu knüpfen und so.“ – „Und die haben dann ein erfülltes Leben voller Spaß und Freude?“ – „Naja, voller Menschen und Small-Talk jedenfalls.“ – „Aha. ‚Erfüllt‘ ist aber nicht dasselbe wie ‚voll‘.“)

Jedenfalls, Sie hier, dass weiß ich zufällig ohne Googeln, lebt in München. Und alles, was man über München wissen muss, ist, dass es südlich der Donau liegt. D.h., ich bin ihr vermutlich als Preuße und so sowieso suspekt.

Wieder ein Problem gelöst.

Ein Gedanke zu “„Woher kommst Du?“

  1. Nach der Herkunft gefragt zu werden ist nicht feindselig. Wenn man sowas aber unterbinden will („Das ist rassistisch“), verlangt man den Menschen ab, das Denken einzustellen und keine Schlussfolgerungen zu ziehen, wenn sie bestimmter Merkmale erkennen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s