Happy Gender Empathy Gap Day (pünktlich)

Heute (stolz!) ist der Tag, wo man darüber nachdenkt, warum Männer so selten Gefühle zeigen. Der Grund ist simpel: es nutzt ihnen nichts.

Und das liegt jetzt nicht etwa daran, dass Frauen oder andere Männer keine gemeinsamen Erfahrungen hätten mit den Männern, die Gefühle zeigen würden, oder dass die Gefühle von Männern, die diese Gefühle zeigen, so exotisch und bizarr wie siebenstrahlige Schneeflocken wären. Oder dass den meisten Menschen die Empathiehirnwindung einfach fehlt. Oder dass Empathie eine Superkraft ist, die nur die Comyn von Darkover, Menschen mit min. einem betazoidem Elternteil oder auch grundlegenden Einblicken in die Kräfte der Sith und Jedi besitzen.

Das liegt daran, dass „die“ Gesellschaft einfach davon ausgeht, dass Männer leiden. Oder, dass man im Zweifel die Leiden von Männern in Kauf nimmt, um Leiden von Frauen und Kindern zu vermeiden. Dass es also die gesellschaftlich gewünschte und geforderte Rolle vom Männern ist, Leiden auf sich zu nehmen.

Mann: „Ich habe Angst vor dem Tod und will nicht sterben.“

Rest der Menschheit: „Was? Echt jetzt? Hältst Du uns für blöd? Um das zu erkennen, braucht man keine Empathie – einfach von sich auf andere zu schließen, reicht völlig aus, dass wir Deine Gefühle in der Sache erkennen können. Du musst uns Deine Gefühle also weder zeigen noch sonstwie mitteilen.“

Mann: „Heißt das, ich muss nicht sterben?“

Rest der Menschheit: „Natürlich nicht, Du Depp. Du musst sterben, aber wir wollen von Deinen Gefühlen nicht genervt werden.“

Wenn man schon sterben muss, will man vorher nicht ausgelacht werden.

2 Gedanken zu “Happy Gender Empathy Gap Day (pünktlich)

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