Sonnyboy

Mit etwas Verspätung bin ich auf diesen BILD-Artikel aufmerksam geworden.

BILD ist sexistisch, aber wenn es gegen Männer geht, fällt das niemanden auf.

Bzw., man hält es für frauenfeindlich.

Er ist der Sonnyboy unter den Virologen: Hendrik Streeck,

Sonny, weil er so optimistisch ist, und Boy. Weil man seine Expertise ja auch ernst nehmen soll.

42 Jahre jung,

Ja, fast schon ein Wunderkind.

trägt neben charmantem Lächeln und blondem Scheitel auch einen Professorentitel.

Wie würde es eine Professorin finden, wenn man sie „Girl“ nennt und ihr Lächeln beschreibt und ihre Frisur, und DANN ihren Titel, den sie sich von all diesen Dingen alleine erarbeitet hat, und der der Grund ist, warum man sie überhaupt interviewt? Sexistisch? Ja. Und womit? Mit Recht.

Die Macht der Geschlechtertauschprobe.

In der Talkshow von Markus Lanz gab der Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn jetzt Einblicke in seine Forschung – und rüttelte dabei an vermeintlichen Gewissheiten der vergangenen Tage…

So Gerhard-Schröder-mäßig? „Ich will hier rein?“

Streeck ist eine Art Corona-Pionier. Mit seinem Team ist er im Virus-Epizentrum von Heinsberg (NRW) unterwegs, um Übertragungswege zu untersuchen. Ganz im Gegensatz zum Robert-Koch-Institut, das hier nicht aktiv geworden sei. „Das hat mich sehr verwundert“, sagte Streeck bei Lanz.

Ok, mich auch, andererseits dieser Artikel ist nicht so super gealtert.

Und auch sonst unterschied sich das, was Streeck formulierte, von dem, was man von anderen Experten zuletzt hörte: „Es gibt keine Gefahr, jemand anderen beim Einkaufen zu infizieren“, so der Forscher.

Ja, weil man jetzt desinfizierte Einkaufswagen und Abstandsmarken kriegt. Und nächstens Masken trägt.

Streeck scheint mit einigen Eindämmungs-Maßnahmen der Politik zu hadern: „Wir haben noch nie von Infektionen in Friseursalons gehört. Jetzt sind die Friseursalons geschlossen.“

Bald ja nicht mehr – aber merkt Ihr, wie wichtig es ist, seine Frisur zu erwähnen? Er ist auch ein Experte für Friseure.

Er halte es für „extrem wichtig, über eine Exit-Strategie“ zu sprechen. Und übte leise Kritik am aktuellen Management: Ihm fehle die Zielsetzung. „Sind 1000 Infektionen pro Tag zu viel? Oder 100?“

Eigentlich – und das weiß er selber – kommt es auf die Durchseuchung an. Hässliches Wort, aber hier passt es.

Jaaa, natürlich gibt sich BILD als Anwältin des kleinen, unterdrückten Mannes, aber Streecks Verbindungen sind jetzt nicht ganz das, was man kleinbürgerlich nennen wollte.

Sogar das Fell von Hauskatzen wurde intensiv begutachtet. Die Tiere seien äußerst kooperativ gewesen.

Und virenfrei.

In New York wurde allerdings inzwischen ein Tiger positiv getestet. Offenbar ist das Virus etwas wählerisch.

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