Ja, Männer werden vorsichtiger

Nachdem ich HIER eine längere Diskussion zum Thema Flirten führe, und Semikolon mich fragte, ob ich denn einer Frau, die ich scharf finde, rein durch Blicke mein Kopfkino vermitteln könnte (bewusst und mit Absicht) – ich so, ähh: Pick-Up-Tipps von einer Pick-Up-Gegnerin? Ja, ne, ich lass das besser. Wenn man mich wegen einer Unterlassungsklage zur Einvernahme „einlädt“, werde ich mich kaum mit: „Aber Semikolon hat gesagt…“ herausreden können. Oder es stellt sich heraus, dass ich das tatsächlich nicht kann, und statt knisternder Erotik habe ich eine besorgte Frau, die mir sagt, ich solle wegen meines Augen-Ticks mal besser zum Arzt, oder die direkt selbst den Rettungswagen anruft. Nein, ich male mir keine Horrorszenarien aus, wenn ich zu einem Date gehe, ich bin nur vorsichtig, weil ich so woke bin. Jedenfalls bin ich mit non-verbaler Kommunikation nicht so gut wie mit doch-verbaler Kommunikation, zwotens gehen meine Defizite diesbezüglich in beide Richtungen, drittens halte ich es für zumutbar, dass auch Frauen verbal kommunizieren – und wenn’s dann ein „Nein“ ist, ist das halt so – und viertens: WOKE, Woke, woke…

Beleg? JETZT denkt genauso. Jedenfalls der eine Mann, der eine entsprechende Kolumne schreibt.

Aber es geht mir ums Prinzip. Und das nennt sich Zustimmungskonzept: Es gibt genau ein eindeutiges Signal und das ist ein klares Ja auf eine klar definierte Äußerung meiner Absichten.

Genau Bruder! Und das wird jetzt SO lange durchgezogen, bis Frauen mal auf die Idee kommen, mal von sich aus zu fragen, oder bis Frauen genervt sind, weil das rein verbale Zustimmungskonzept EXTREM nervig ist. Auch für Leute, die Zustimmen müssen.

Der Vorwurf, die Stimmung ruiniert zu haben, ist wie eine Strafe dafür, dass ich das Richtige tue

Nennt Heinlein auch „weiße Meuterei“, eine Form von zivilem Ungehorsam. Man macht das, was die Vorschrift besagt, oder wie die Anweisung formuliert wurde, oder den exakten Wortlaut des Befehls. Ansonsten stellt man sich dumm, was heißt, dass man keinen Hintergedanken der anderen Partei versucht, nachzuvollziehen, und – auch, wenn’s zum eigenen Nachteil sein sollte – man macht nichts, was dem Gegenüber nutzt, es sei denn, das wurde explizit gesagt. Die, die das Sagen haben, müssen dann für die anderen mitdenken, indem sie immer klarere, konkretere und kompliziertere Anweisungen erteilen, bis es keine Arbeitsersparnis mehr ist, anderen die Arbeit zu überlassen. Oder jedenfalls keine Zeitersparnis. Das führt dann entweder dazu, dass Frauen merken, dass dieses verbale Zustimmungskonzept Blödsinn ist, und auch nonverbale Zustimmung und konkludentes Verhalten gelten sollen, oder aber, sie lassen das prinzipiell so, kürzen aber die komplizierteren Sachen weg.

Und je mehr sie den Ständer in meiner Hose spürte, desto heftiger rieb sie ihren Hintern an meinem Becken. Also flüsterte ich ihr ins Ohr: „Wenn Du mich weiter so anmachst, musst Du damit rechnen, dass ich Dich in den nächsten 30 Sekunden küsse. Mitten auf den Mund.“

Und siehe da, sie suchte sich sofort einen anderen Typen, …

Was Du nicht willst, was man Dir tu…

Eigentlich hätte er sie auch wegen sexueller Belästigung anzeigen können sollen, aber so halte ich das für die souveränere Reakton.

Nochmal Gruß an Frau Passmann.

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