Verschissmuss

Zur Abwechslung mal was kürzeres: Die Schreibweise „Verschissmuss“ – sic: mit zweimal SS – ist eigentlich genial, und der Witz geht natürlich auf die Verschissten, nicht auf deren Opfer. Nur sehe ich genauso natürlich ein, dass ein eher derber Humor über ein so gar nicht witziges Thema nicht jedermanns Geschmack ist, und selbst wenn, dann doch lieber irgendwo anders als auf einen Gedenkkranz für Faschismus-Opfer. Die Verschissten stehen schon oft genug im Mittelpunkt.

Der Mitarbeiterin, die sich verschrieben hat, tut es wohl auch sehr leid.

Fun-Fact: gem. dieser Meldung „prangert das Wort „Verschissmuss“ auf der Schleife.“, nicht „prangt“, „prangert“. Was ja nicht ganz falsch ist, das Wort prangert ja „Verschissmuss“, sprich: Faschismus, an, aber vermutlich sollte das doch „prangt“ heißen, oder das „an“ am Ende fehlt. Oder die meinten „pranked“, weil damit wahlweise die SPD, die Opfer oder die Faschisten „gepränked“ wurden. „Just a prank, bro!“ Auch Journalisten machen Fehler.

Was lernen wir daraus? Im Ruhrgebiet gilt: r vor Konsonant kannste fagessen.

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