Mehr Fragen an berühmte Männer

(Nach diesem Feuerwerk eine entspannend einordnende Beschreibung für die Leser.)

  • X hat trotz seiner Jugend Momente, in denen er fast erwachsen und weise wirkt.

Weiter:

Genau. Ich bin ja schon fast 46. Offenbar sollen hier Fragen an berühmte Frauen mit 40+ und solche an Frauen unter schätzungsweise 25 gleichzeitig parodiert werden. Ja, ok, bei beiden gibt es bestimmt dumme Klischeefragen, aber es wäre lustiger, wenn man beide Parodien trennen würde. So als Manöverkritik.

  • Man weiß wenig über Ihr Privatleben. Haben Sie etwas zu verbergen? – „Ich bin nicht bei Facebook.“ (Da-da-daaa) und „Bei Twitter auch nicht.“ (Daddadda Daaa)
  • Wie wichtig ist Ihnen Mode? – „Gar nicht.“ (Je, nachdem, triggere ich jetzt die Aussage: „Aber dafür sind Sie ja ziemlich schick.“ oder „Das sieht man.“)
  • Sie sind jetzt 40. („äääh“)
    (Antwort: 41) („öööhm“)
    Ja, genau. („Geee-Nau“) Scheiß der Hund drauf. Bald sind Impotenz und Prostatabeschwerden ein Thema für Sie. Haben Sie Angst davor? – „Nö.“
  • Wann wollen Sie sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen? – „Sie meinen, weil mich dieses Interview so nervt oder weil ich Sie so nerve?“
  • Haben Sie Probleme damit, von Frauen ernst genommen zu werden? – „Meinen Sie jetzt, ob ich Probleme habe, sobald ich ernst genommen werde, oder ob ich Probleme habe, wenn ich ernst genommen werden will?“ (Hauptsache, die haben keine Angst vor mir.)

(Jetzt wieder eine kleine Ruhepause für den Leser. Zeit für Informationen, die sich aus Wikipedia entnehmen lassen.)

Beispiel:

  • X hatte eine harte Kindheit als Scheidungskind in Unna. Nach dem Tod seines Hundes hat er sich zu einer Diät entschlossen und fünf Kilo abgenommen. X passt jetzt wieder ohne Probleme in Größe 48. Er sieht sich unsicher, jungenhaft um und leckt fast lasziv seinen Kaffeelöffel ab.

Ey, nix gegen Unna, einige meiner besten Freunde leben in Unna. Bis sie sich trennten, jedenfalls. Aber die haben keine Kinder. Ok, vllt. ist das Leben in Unna für Scheidungskinder besonders hart. Aber seit wann stehen tote Hunde, Gewicht und Kleidungsgröße von Leuten bei Wiki? Oder sonst wo??* Und inwiefern ist „unsicher“ und „jungenhaft“ kompatibel? Achja, das soll das Klischee vom unsicheren Mädchen parodieren. Vom unsicheren, lasziven Mädchen. Weil sichere Mädchen nicht andeutungsweise lasziv sind. Ja ne, merkt Ihr selber, oder?

Und nebenbei, ich frage mich gerade, wenn Frauen solche zugegebenermaßen eher dämlichen Fragen gestellt werden, werde sie von Männern oder Frauen gestellt? Oder auf der Metaebene, von Frauenzeitschriften oder Männerzeitschriften? Die meisten dieser Fragen interessieren mich nicht, insofern würde ich der Parodie zustimmen: „Braucht man nicht.“ Umgekehrt scheint es doch ein Publikum für solche Fragen zu geben, also ist dieses Publikum schuld. Ändert nichts daran, dass die Parodie nicht weiß, wo sie hin will.

 

* Doch, ich habe das tatsächlich googeln können, ich weiß aber nicht, wie zuverlässig diese Angaben sind. Aber wenn ich berühmt wäre, würde ich meine Klamotten in Sri Lanka maßschneidern lassen. Versucht mal, meinen dortigen Schneider auszuspähen, Regenbogenpresse!

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